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Definitions- und Wertemenge einfach erklärt: Der Schlüssel zur Funktionsanalyse

Vom Alltag zur Mathematik: Was bedeuten diese Begriffe?

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Zurück zum Limonadenstand. Du kannst nicht minus 5 Gläser verkaufen. Du kannst auch nicht 1000 Gläser verkaufen, wenn du nur 50 hast. Es gibt also Grenzen für das, was du eingeben kannst.

In der Mathematik ist eine Funktion wie eine Maschine. Du wirfst etwas hinein (die Eingabe) und bekommst etwas heraus (die Ausgabe). Aber nicht jede Maschine akzeptiert jede Eingabe. Ein Mixer verarbeitet keine Steine. Ein Taschenrechner kann nicht durch null teilen.

Die Definitionsmenge beschreibt alle Werte, die du in die Funktion eingeben darfst.

Die Wertemenge beschreibt alle Werte, die als Ergebnis herauskommen können.

Mathematisch schreiben wir:

  • D\mathbb{D} oder DfD_f für die Definitionsmenge
  • W\mathbb{W} oder WfW_f für die Wertemenge

Bei einer Funktion f(x)f(x) enthält die Definitionsmenge alle erlaubten xx-Werte. Die Wertemenge enthält alle möglichen yy-Werte, die durch f(x)f(x) entstehen.

Die Definitionsmenge bestimmen: Dein Werkzeugkasten

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Die Grundregel lautet: Die Definitionsmenge umfasst alle reellen Zahlen, ausser die Funktion enthält «verbotene Stellen». Diese verbotenen Stellen musst du erkennen und ausschliessen.

Es gibt drei Hauptfälle, in denen nicht alle reellen Zahlen erlaubt sind:

1. Division durch null ist verboten

Steht im Nenner ein Term mit xx, darfst du alle xx-Werte nicht einsetzen, die den Nenner zu null machen.

2. Negative Zahlen unter geraden Wurzeln sind verboten

Unter einer Quadratwurzel (oder jeder anderen geraden Wurzel) darf nur etwas Nicht-Negatives stehen.

3. Logarithmen von nicht-positiven Zahlen sind verboten

Der Logarithmus ist nur für positive Zahlen definiert. Auch 00 ist als Argument verboten.

An den einfachsten Funktionen siehst du die drei Fälle direkt am Graphen:

Drei Graphen nebeneinander: 1 durch x mit einer Lücke bei x gleich 0, die Wurzel aus x beginnt im Ursprung, der Logarithmus zur Basis 2 von x liegt nur rechts der y-Achse. Die erlaubten x-Werte sind jeweils grün auf der x-Achse markiert

Abb. 1: Die grün markierten xx-Werte bilden die Definitionsmenge. Ein gefüllter Punkt gehört dazu, ein leerer nicht: 0=0\sqrt{0} = 0 ist erlaubt, 10\frac{1}{0} und log⁡2(0)\log_2(0) sind es nicht.

  1. Prüfe, ob ein Bruch vorliegt. Falls ja: Setze den Nenner gleich null und löse nach xx. Diese Werte müssen ausgeschlossen werden.
  2. Prüfe, ob eine gerade Wurzel vorliegt. Falls ja: Setze den Term unter der Wurzel ≥0\geq 0 und löse die Ungleichung.
  3. Prüfe, ob ein Logarithmus vorliegt. Falls ja: Setze das Argument >0> 0 und löse die Ungleichung.
  4. Kombiniere alle Einschränkungen zur endgültigen Definitionsmenge.

Die Wertemenge bestimmen: Welche Ausgaben sind möglich?

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Die Wertemenge zu bestimmen ist oft kniffliger als die Definitionsmenge. Du musst verstehen, welche yy-Werte die Funktion tatsächlich annehmen kann.

1. Grafische Analyse

Zeichne den Graphen und lies ab, welche yy-Werte erreicht werden. Jeder Punkt des Graphen hat einen xx-Wert und einen yy-Wert. Projizierst du alle Punkte senkrecht auf die xx-Achse, erhältst du die Definitionsmenge. Projizierst du sie waagrecht auf die yy-Achse, erhältst du die Wertemenge.

Normalparabel y gleich x Quadrat. Die ganze x-Achse ist grün markiert, auf der y-Achse ist der Bereich ab 0 orange markiert. Gestrichelte Linien führen von den Punkten (minus 1 | 1) und (2 | 4) zu den beiden Achsen

Abb. 2: Die Normalparabel f(x)=x2f(x) = x^2 «wirft» auf die xx-Achse die ganze Zahlengerade: D=R\mathbb{D} = \mathbb{R}. Auf der yy-Achse trifft sie nur Werte ab 00: W=[0;+∞)\mathbb{W} = [0; +\infty). Die gestrichelten Linien zeigen die Projektion für die Punkte (−1∣1)(-1 \mid 1) und (2∣4)(2 \mid 4).

2. Analyse typischer Funktionstypen

Manche Funktionstypen haben charakteristische Wertemengen:

  • Die Normalparabel f(x)=x2f(x) = x^2 hat W=[0;+∞)\mathbb{W} = [0; +\infty)
  • Exponentialfunktionen wie f(x)=2xf(x) = 2^x haben W=(0;+∞)\mathbb{W} = (0; +\infty)
  • Sinus und Kosinus haben W=[−1;1]\mathbb{W} = [-1; 1]

3. Umkehrung der Funktion

Löse die Gleichung y=f(x)y = f(x) nach xx auf. Die Werte von yy, für die dies möglich ist und für die das berechnete xx in der Definitionsmenge liegt, bilden die Wertemenge.

4. Extremwertbetrachtung

Bestimme den kleinsten und den grössten Funktionswert, falls es sie gibt. Sie bilden die Grenzen der Wertemenge. Bei einer nach oben geöffneten Parabel ist der Scheitelpunkt der tiefste Punkt. Sein yy-Wert ist die untere Grenze der Wertemenge (siehe Beispiel 4).

Für Definitions- und Wertemenge verwenden wir oft die Intervallschreibweise. Hier eine Übersicht:

SchreibweiseBedeutungBeispiel
[a;b][a; b]Alle Zahlen von aa bis bb, inklusive aa und bb[0;5][0; 5] enthält 0, 3, 5
(a;b)(a; b)Alle Zahlen von aa bis bb, ohne aa und bb(0;5)(0; 5) enthält 3, aber nicht 0 oder 5
[a;b)[a; b)Mit aa, ohne bb[0;5)[0; 5) enthält 0, aber nicht 5
(−∞;a](-\infty; a]Alle Zahlen bis aa, inklusive aa(−∞;3](-\infty; 3] enthält alle Zahlen ≤3\leq 3
R\mathbb{R}Alle reellen ZahlenDie gesamte Zahlengerade
R∖{a}\mathbb{R} \setminus \{a\}Alle reellen Zahlen ausser aaR∖{0}\mathbb{R} \setminus \{0\} = alle ausser 0
Beispiel 1: Bruchfunktion

Bestimme Definitions- und Wertemenge von f(x)=3x+1x−4f(x) = \frac{3x + 1}{x - 4}.

Lösung:

Der Nenner darf nicht null werden. Wir setzen den Nenner gleich null:

x−4=0x - 4 = 0

x=4x = 4

Der Wert x=4x = 4 muss ausgeschlossen werden.

Definitionsmenge: D=R∖{4}\mathbb{D} = \mathbb{R} \setminus \{4\} oder D=(−∞;4)∪(4;+∞)\mathbb{D} = (-\infty; 4) \cup (4; +\infty)

Für die Wertemenge überlegen wir: Der Bruch kann beliebig grosse positive und negative Werte annehmen. Kann er aber jeden Wert erreichen? Wir lösen nach xx auf:

y=3x+1x−4y = \frac{3x + 1}{x - 4}

y⋅(x−4)=3x+1y \cdot (x - 4) = 3x + 1

yx−4y=3x+1yx - 4y = 3x + 1

yx−3x=4y+1yx - 3x = 4y + 1

x(y−3)=4y+1x(y - 3) = 4y + 1

x=4y+1y−3x = \frac{4y + 1}{y - 3}

Dies ist nur definiert, wenn y≠3y \neq 3.

Zur Kontrolle prüfen wir, ob dabei das verbotene x=4x = 4 herauskommen kann. Aus 4y+1y−3=4\frac{4y + 1}{y - 3} = 4 folgt 4y+1=4y−124y + 1 = 4y - 12, also 1=−121 = -12. Das ist für kein yy erfüllt. Jedes y≠3y \neq 3 gehört also zu einem erlaubten xx.

Wertemenge: W=R∖{3}\mathbb{W} = \mathbb{R} \setminus \{3\}

Graph von f mit zwei Ästen. Eine senkrechte gestrichelte Linie bei x gleich 4 und eine waagrechte gestrichelte Linie bei y gleich 3 werden nie erreicht. Auf der x-Achse ist alles ausser 4 grün markiert, auf der y-Achse alles ausser 3 orange

Abb. 3: Bei x=4x = 4 hat der Graph eine Lücke, die beiden Äste nähern sich der senkrechten Geraden x=4x = 4. Gleichzeitig kommen sie der waagrechten Geraden y=3y = 3 beliebig nahe, ohne sie zu erreichen. Deshalb fehlt 44 in D\mathbb{D} und 33 in W\mathbb{W}.

Beispiel 2: Wurzelfunktion

Bestimme Definitions- und Wertemenge von f(x)=2x−6f(x) = \sqrt{2x - 6}.

Lösung:

Unter der Wurzel muss ein nicht-negativer Wert stehen:

2x−6≥02x - 6 \geq 0

2x≥62x \geq 6

x≥3x \geq 3

Definitionsmenge: D=[3;+∞)\mathbb{D} = [3; +\infty)

Für die Wertemenge betrachten wir, welche Werte 2x−6\sqrt{2x - 6} annehmen kann. Eine Quadratwurzel liefert immer nicht-negative Werte. Der kleinste Wert tritt bei x=3x = 3 auf: f(3)=0=0f(3) = \sqrt{0} = 0. Nach oben gibt es keine Grenze.

Wertemenge: W=[0;+∞)\mathbb{W} = [0; +\infty)

Beispiel 3: Kombinierte Einschränkungen

Bestimme die Definitionsmenge von f(x)=x+2x2−9f(x) = \frac{\sqrt{x + 2}}{x^2 - 9}.

Lösung:

Wir haben zwei Einschränkungen:

Einschränkung 1 (Wurzel):

x+2≥0x + 2 \geq 0

x≥−2x \geq -2

Einschränkung 2 (Nenner):

x2−9≠0x^2 - 9 \neq 0

x2≠9x^2 \neq 9

x≠3 und x≠−3x \neq 3 \text{ und } x \neq -3

Jetzt kombinieren wir: Wir brauchen x≥−2x \geq -2, aber x≠3x \neq 3 und x≠−3x \neq -3.

Da −3<−2-3 < -2 liegt, ist −3-3 ohnehin nicht in der Menge x≥−2x \geq -2 enthalten. Wir müssen nur x=3x = 3 ausschliessen.

Drei Zahlengeraden untereinander. Oben ist der Bereich ab minus 2 grün markiert, minus 2 gehört dazu. In der Mitte ist alles markiert ausser minus 3 und 3. Unten ist das Ergebnis markiert: von minus 2 bis 3 ohne 3 und alles rechts von 3

Abb. 4: Erlaubt ist nur, was auf beiden oberen Zahlengeraden markiert ist. Die Lücke bei −3-3 fällt weg, weil die Wurzel diesen Bereich schon ausschliesst.

Definitionsmenge: D=[−2;3)∪(3;+∞)\mathbb{D} = [-2; 3) \cup (3; +\infty)

Beispiel 4: Quadratische Funktion mit Verschiebung

Bestimme Definitions- und Wertemenge von f(x)=(x−1)2+3f(x) = (x - 1)^2 + 3.

Lösung:

Diese Funktion ist eine verschobene Parabel. Es gibt keine Brüche, Wurzeln oder Logarithmen.

Definitionsmenge: D=R\mathbb{D} = \mathbb{R}

Für die Wertemenge betrachten wir den Aufbau der Funktion:

  • (x−1)2(x - 1)^2 ist immer ≥0\geq 0 (Quadrate sind nie negativ)
  • Der kleinste Wert von (x−1)2(x - 1)^2 ist 00, erreicht bei x=1x = 1
  • Also ist der kleinste Wert von f(x)f(x) gleich 0+3=30 + 3 = 3
  • Nach oben ist die Parabel unbegrenzt

Wertemenge: W=[3;+∞)\mathbb{W} = [3; +\infty)

Die Parabel f von x gleich x minus 1 in Klammern zum Quadrat plus 3 mit dem Scheitelpunkt S(1 | 3). Gestrichelt in Grau die Normalparabel, ein Pfeil zeigt die Verschiebung vom Ursprung zum Scheitelpunkt. Auf der y-Achse ist der Bereich ab 3 orange markiert

Abb. 5: Die Parabel ist gegenüber der Normalparabel (grau) um 11 nach rechts und um 33 nach oben verschoben. Der Scheitelpunkt S(1∣3)S(1 \mid 3) ist der tiefste Punkt. Deshalb beginnt die Wertemenge bei 33, die Definitionsmenge bleibt R\mathbb{R}.

Beispiel 5: Bruch mit Wurzel im Zähler

Bestimme Definitions- und Wertemenge von f(x)=4−xx+1f(x) = \frac{\sqrt{4 - x}}{x + 1}.

Lösung:

Einschränkung 1 (Wurzel):

4−x≥04 - x \geq 0

4≥x4 \geq x

x≤4x \leq 4

Einschränkung 2 (Nenner):

x+1≠0x + 1 \neq 0

x≠−1x \neq -1

Definitionsmenge: D=(−∞;−1)∪(−1;4]\mathbb{D} = (-\infty; -1) \cup (-1; 4]

Für die Wertemenge analysieren wir das Verhalten:

  • Der Zähler 4−x\sqrt{4-x} ist immer ≥0\geq 0
  • Bei x=4x = 4: f(4)=05=0f(4) = \frac{0}{5} = 0
  • Bei x→−1x \to -1 von rechts: Zähler →5\to \sqrt{5}, Nenner →0+\to 0^+, also f(x)→+∞f(x) \to +\infty
  • Bei x→−1x \to -1 von links: Zähler →5\to \sqrt{5}, Nenner →0−\to 0^-, also f(x)→−∞f(x) \to -\infty
  • Für x<−1x < -1 ist der Nenner negativ, also wird f(x)f(x) negativ
  • Für sehr kleine xx wächst der Betrag des Nenners schneller als der Zähler. Die Funktionswerte kommen dann von unten beliebig nahe an 00 heran, zum Beispiel f(−99)=103−98≈−0,10f(-99) = \frac{\sqrt{103}}{-98} \approx -0{,}10

Auf beiden Teilstücken verläuft der Graph ohne Sprung. Für −1<x≤4-1 < x \leq 4 nimmt die Funktion deshalb jeden Wert von 00 bis beliebig gross an, für x<−1x < -1 jeden negativen Wert.

Wertemenge: W=R\mathbb{W} = \mathbb{R}

  • Die Definitionsmenge D\mathbb{D} enthält alle erlaubten Eingabewerte (xx-Werte), für die die Funktion definiert ist.
  • Die Wertemenge W\mathbb{W} enthält alle möglichen Ausgabewerte (yy-Werte), die die Funktion erreichen kann.
  • Am Graphen ist D\mathbb{D} die Projektion auf die xx-Achse und W\mathbb{W} die Projektion auf die yy-Achse.
  • Einschränkungen der Definitionsmenge entstehen durch: Division durch null (Nenner ≠0\neq 0), gerade Wurzeln (Radikand ≥0\geq 0) und Logarithmen (Argument >0> 0).
  • Die Intervallschreibweise ermöglicht eine kompakte Darstellung: eckige Klammern [[ ]] schliessen Randpunkte ein, runde Klammern (( )) schliessen sie aus.
  • Bei mehreren Einschränkungen müssen alle Bedingungen gleichzeitig erfüllt sein.
❓ Frage:Wie lautet die Definitionsmenge von f(x)=5x+7f(x) = \frac{5}{x + 7}?
Lösung anzeigen

Der Nenner darf nicht null werden: x+7≠0x + 7 \neq 0, also x≠−7x \neq -7.

Definitionsmenge: D=R∖{−7}\mathbb{D} = \mathbb{R} \setminus \{-7\}

❓ Frage:Bestimme die Definitionsmenge von f(x)=5−xf(x) = \sqrt{5 - x}.
Lösung anzeigen

Der Ausdruck unter der Wurzel muss nicht-negativ sein:

5−x≥05 - x \geq 0

5≥x5 \geq x

Definitionsmenge: D=(−∞;5]\mathbb{D} = (-\infty; 5]

❓ Frage:Eine Funktion hat die Form f(x)=x2−4f(x) = x^2 - 4. Welche Wertemenge hat diese Funktion?
Lösung anzeigen

Die Funktion f(x)=x2−4f(x) = x^2 - 4 ist eine nach oben geöffnete Parabel.

Das Minimum von x2x^2 ist 00 (bei x=0x = 0).

Also ist das Minimum von f(x)=x2−4f(x) = x^2 - 4 gleich 0−4=−40 - 4 = -4.

Nach oben ist die Parabel unbegrenzt.

Wertemenge: W=[−4;+∞)\mathbb{W} = [-4; +\infty)

❓ Frage:Bestimme die Definitionsmenge von f(x)=log⁡(2x−8)f(x) = \log(2x - 8).
Lösung anzeigen

Das Argument des Logarithmus muss positiv sein:

2x−8>02x - 8 > 0

2x>82x > 8

x>4x > 4

Hier steht >> und nicht ≥\geq, denn log⁡(0)\log(0) ist nicht definiert.

Definitionsmenge: D=(4;+∞)\mathbb{D} = (4; +\infty)

❓ Frage:Bestimme Definitions- und Wertemenge von f(x)=1x+2f(x) = \frac{1}{x} + 2.
Lösung anzeigen

Der Nenner darf nicht null werden: x≠0x \neq 0.

Definitionsmenge: D=R∖{0}\mathbb{D} = \mathbb{R} \setminus \{0\}

Für die Wertemenge lösen wir y=1x+2y = \frac{1}{x} + 2 nach xx auf:

y−2=1xy - 2 = \frac{1}{x}

x=1y−2x = \frac{1}{y - 2}

Das ist nur möglich, wenn y≠2y \neq 2. Das berechnete xx ist nie 00, liegt also immer in der Definitionsmenge. Am Graphen siehst du dasselbe: Der Graph von 1x\frac{1}{x} aus Abb. 1 wird um 22 nach oben verschoben und erreicht die Gerade y=2y = 2 nie.

Wertemenge: W=R∖{2}\mathbb{W} = \mathbb{R} \setminus \{2\}

Mit der Definitions- und Wertemenge hast du den ersten wichtigen Schritt der Funktionsuntersuchung gemeistert. Du weisst nun, welche Eingaben erlaubt sind und welche Ausgaben möglich sind.

Als Nächstes lernst du die Ableitung kennen. Sie beschreibt, wie steil ein Graph an einer bestimmten Stelle ist. Danach untersuchst du Symmetrie, Nullstellen, Monotonie (Wo steigt die Funktion, wo fällt sie?) und Extrempunkte (Hoch- und Tiefpunkte).

Bei all diesen Schritten gilt: Du untersuchst eine Funktion nur dort, wo sie definiert ist. Die Definitionsmenge ist deshalb immer der erste Schritt.

Quellen