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Zuordnungen und Dreisatz

Eine Zuordnung ist eine Regel, die jedem Wert einer Grösse genau einen Wert einer zweiten Grösse zuweist: jeder Anzahl Brötchen einen Preis, jeder Fahrzeit eine Distanz, jeder Personenzahl eine Arbeitsdauer.

Die zwei wichtigsten Zuordnungen auf dieser Stufe:

  • Proportional: Wächst die erste Grösse um den Faktor kk, wächst die zweite um denselben Faktor. Doppelt so viele Brötchen = doppelter Preis.
  • Antiproportional: Wächst die erste Grösse um den Faktor kk, schrumpft die zweite um denselben Faktor. Doppelt so viele Maler = halbe Arbeitszeit.

Der Dreisatz ist das mechanische Rechenverfahren, das du anwendest, sobald du den Typ erkannt hast. Er funktioniert in drei Zeilen: “Auf 11 zurückrechnen, auf gewünschte Anzahl hochrechnen.” Einfach, zuverlässig, überall einsetzbar.

Für dieses Kapitel solltest du mitbringen:

Vier Lektionen, die dich vom Begriff bis zum sicheren Dreisatz führen:

  1. Zuordnungen — was eine Zuordnung ist, wie man sie als Tabelle, Graph oder Regel darstellt, und wie man sie liest.
  2. Proportionale Zuordnungen — wie du sie an einer Tabelle oder am Graph (Gerade durch den Ursprung) erkennst. Der Proportionalitätsfaktor kk ist hier der Schlüsselbegriff.
  3. Antiproportionale Zuordnungen — bei ihnen bleibt das Produkt aba \cdot b konstant. Der Graph ist eine Hyperbel.
  4. Dreisatz — das Rechenverfahren. Du lernst, ihn für proportionale und antiproportionale Situationen korrekt anzuwenden — der häufigste Fehler passiert nämlich im zweiten Schritt, wenn man den Rechenweg vertauscht.
  • Zuordnung — jedem Wert einer Grösse wird genau ein Wert einer zweiten Grösse zugewiesen.
  • Proportional — konstanter Faktor zwischen beiden Grössen: yx=k\tfrac{y}{x} = k.
  • Antiproportional — konstantes Produkt beider Grössen: xy=kx \cdot y = k.
  • Dreisatz — Rechenschema, um über die “Einheit” (11) auf die gesuchte Menge zu schliessen.
  • Proportionalitätsfaktor — die Zahl kk, die bei einer proportionalen Zuordnung Kennzahl ist.
  1. “Mehr = mehr, also immer proportional.” Falsch. Mehr Maler bringen weniger Arbeitszeit — das ist antiproportional. Bevor du den Dreisatz anfängst, frage: was passiert mit der zweiten Grösse, wenn die erste grösser wird?
  2. “Beim Dreisatz teile ich immer durch die Ausgangszahl.” Bei proportional: ja. Bei antiproportional: nein, dort multiplizierst du im ersten Schritt (auf 11 runter bedeutet mehr Arbeit für einen Maler, also längere Zeit).
  3. 25%25\% sind ein Viertel der Aufgabe.” Prozent ist immer auf einen Bezugswert bezogen, nicht absolut. 25%25\% von 8080 ist 2020, 25%25\% von 4040 ist 1010.

Zuordnungen und Dreisatz liegen im Kompetenzbereich MA.3 – Grössen, Funktionen, Daten, 2. Zyklus:

  • MA.3.A.1 – Mit Grössen rechnen und Einheiten sicher umgehen.
  • MA.3.C.2 – Zuordnungen in Tabellen, Termen und Graphen darstellen.
  • MA.3.A.3 – Dreisatz anwenden, proportionale und antiproportionale Zusammenhänge nutzen.

Das Erkennen und Lösen proportionaler Aufgaben mit dem Dreisatz ist Grundanspruch. Der antiproportionale Dreisatz ist zum Teil Erweiterung und wird im 3. Zyklus weiter vertieft (siehe 7./8. Klasse).

Quellen