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Winkelsummen in Dreiecken und Vierecken

Weiterführend:

Lehrplan 21Zyklus 2 (3.–6. Klasse), Zyklus 3 (7.–9. Klasse) · 7Kompetenzen
  • MA.2.A.3.gVielecke und gerade Prismen zur Flächen-/Volumenberechnung zerlegen; Flächeninhalt von Drei- und Vierecken; Kantenlängen, Seitenflächen und Volumen von Quadern berechnen
  • MA.2.A.3.hLängen und Flächeninhalte mit Satz von Pythagoras berechnen; Formeln und Tabellenkalkulation bei geometrischen Berechnungen verwenden
  • MA.2.A.3.iUmfang und Flächeninhalt von Kreisen; Kantenlängen, Flächen und Volumen an geraden Prismen und Zylindern; Volumen beliebiger Körper schätzen
  • MA.2.B.1.gStrecken an Figuren systematisch variieren, Auswirkungen erforschen, Vermutungen formulieren und austauschen
  • MA.2.B.1.hBeim Erforschen geometrischer Beziehungen Vermutungen formulieren, überprüfen und allenfalls neue formulieren; auf Forschungsaufgaben einlassen
  • MA.2.C.3.fFiguren und Körper in der Vorstellung drehen und schieben (z.B. Ansichten eines Körpers mit 5–8 Würfeln)
  • MA.2.C.3.gKörper in der Vorstellung verändern und Ergebnisse beschreiben (z.B. Ecken eines Würfels abschleifen); Operationen im Kopf ausführen und Ergebnisse skizzieren

Quelle: Aargauer Lehrplan Volksschule, Fachbereich Mathematik (August 2022)

Die Geschichte der Winkelsumme beginnt vor über 2500 Jahren im antiken Griechenland. Der Mathematiker Thales von Milet (etwa 624–547 v. Chr.) gilt als einer der ersten, die geometrische Eigenschaften systematisch erforschten. Er erkannte viele Zusammenhänge zwischen Winkeln und Seiten in Dreiecken.

Richtig berühmt wurde die Winkelsumme jedoch durch Euklid von Alexandria (etwa 300 v. Chr.). In seinem Werk „Die Elemente” bewies Euklid als einer der Ersten präzise, dass die Summe der Innenwinkel eines Dreiecks immer einem gestreckten Winkel entspricht. Sein Beweis nutzte parallele Geraden und die Eigenschaften von Wechsel- und Stufenwinkeln.

Der Satz über die Winkelsumme gilt als eine der ältesten bewiesenen Tatsachen der Geometrie. Er bildet eine Grundlage für fast alle weiteren Sätze über Dreiecke. Ohne ihn wären Berechnungen in der Trigonometrie unmöglich.

Interessant ist: Euklids Beweis basiert auf dem sogenannten Parallelenaxiom. Dieses Axiom besagt, dass es zu einer Geraden und einem Punkt ausserhalb genau eine Parallele gibt. Erst im 19. Jahrhundert entdeckten Mathematiker wie Carl Friedrich Gauss, Nikolai Lobatschewski und János Bolyai, dass auf gekrümmten Flächen andere Regeln gelten. Auf einer Kugel zum Beispiel kann die Winkelsumme eines Dreiecks grösser als 180°180° sein.

In der Schulgeometrie arbeitest du mit der euklidischen Geometrie. Dort gilt die Winkelsumme von 180°180° ohne Ausnahme. Dieses Wissen wurde über Jahrhunderte weitergegeben. Von Griechenland kam es ins arabische Reich, später nach Europa. Heute ist die Winkelsumme weltweit Teil jedes Mathematikunterrichts.

Bevor du mit Winkelsummen rechnest, solltest du einige Begriffe kennen. Ein Winkel entsteht, wenn zwei Strahlen (Schenkel) von einem gemeinsamen Punkt (Scheitel) ausgehen. Winkel werden in Grad gemessen. Ein voller Kreis entspricht 360°360°.

Ein Dreieck hat drei Ecken, drei Seiten und drei Innenwinkel. Die Innenwinkel liegen innerhalb der Figur an den Ecken. Ein Viereck hat vier Ecken, vier Seiten und vier Innenwinkel.

Die Buchstaben α\alpha (alpha), β\beta (beta), γ\gamma (gamma) und δ\delta (delta) sind griechische Buchstaben. In der Geometrie bezeichnen sie Winkel. Sie werden den Ecken des Dreiecks oder Vierecks zugeordnet. Üblich ist: Der Winkel α\alpha liegt an Ecke AA, β\beta an Ecke BB und so weiter.

Eine gerade Linie entspricht einem gestreckten Winkel von 180°180°. Wenn du drei Winkel an einem Punkt so anlegst, dass sie eine gerade Linie bilden, ergeben sie zusammen 180°180°.

Diese Eigenschaft nennt man auch Innenwinkelsumme. Sie gilt für spitzwinklige, rechtwinklige und stumpfwinklige Dreiecke. Auch gleichseitige und gleichschenklige Dreiecke folgen dieser Regel. Die Winkelsumme ist also eine universelle Eigenschaft aller Dreiecke.

Warum beträgt die Winkelsumme im Dreieck genau 180°180°? Ein anschaulicher Beweis nutzt parallele Linien. Stell dir ein Dreieck ABCABC vor. Zeichne durch die Ecke CC eine Parallele zur Seite ABAB.

An der Ecke CC entstehen nun drei Winkel. In der Mitte liegt der Innenwinkel γ\gamma. Links und rechts entstehen zwei weitere Winkel zwischen den Dreiecksseiten und der Parallelen. Diese Winkel sind Wechselwinkel zu α\alpha und β\beta.

Wechselwinkel an parallelen Geraden sind gleich gross. Das bedeutet: Der linke Winkel an CC ist gleich α\alpha, der rechte ist gleich β\beta. Die drei Winkel an CC bilden zusammen einen gestreckten Winkel – eine gerade Linie. Ein gestreckter Winkel beträgt 180°180°. Also gilt:

α+β+γ=180°\alpha + \beta + \gamma = 180°

Damit ist bewiesen: Die Winkelsumme im Dreieck ist immer 180°180°.

Diese Zerlegung funktioniert bei allen Vierecken – bei Quadraten, Rechtecken, Parallelogrammen, Trapezen und sogar bei unregelmässigen Vierecken. Die Winkelsumme bleibt immer 360°360°.

Beispiel:

Ein Dreieck hat die Winkel α=65°\alpha = 65° und β=45°\beta = 45°.

Aufgabe: Berechne den dritten Winkel γ\gamma.

Lösung:

Die Winkelsumme im Dreieck beträgt 180°180°:

α+β+γ=180°\alpha + \beta + \gamma = 180°

Setze die bekannten Werte ein:

65°+45°+γ=180°65° + 45° + \gamma = 180°

Addiere zuerst die bekannten Winkel:

110°+γ=180°110° + \gamma = 180°

Subtrahiere 110°110° auf beiden Seiten:

γ=180°110°=70°\gamma = 180° - 110° = 70°

Der dritte Winkel beträgt γ=70°\gamma = 70°.

Beispiel:

Ein Viereck hat die Winkel α=90°\alpha = 90°, β=85°\beta = 85° und γ=110°\gamma = 110°.

Aufgabe: Berechne den vierten Winkel δ\delta.

Lösung:

Die Winkelsumme im Viereck beträgt 360°360°:

α+β+γ+δ=360°\alpha + \beta + \gamma + \delta = 360°

Setze die bekannten Werte ein:

90°+85°+110°+δ=360°90° + 85° + 110° + \delta = 360°

Addiere die drei bekannten Winkel:

90°+85°+110°=285°90° + 85° + 110° = 285°

Daraus ergibt sich:

285°+δ=360°285° + \delta = 360°

Subtrahiere 285°285° auf beiden Seiten:

δ=360°285°=75°\delta = 360° - 285° = 75°

Der vierte Winkel beträgt δ=75°\delta = 75°. Prüfe zur Kontrolle: 90°+85°+110°+75°=360°90° + 85° + 110° + 75° = 360°. Das stimmt.

Beim Rechnen mit Winkelsummen passieren oft dieselben Fehler. Wenn du diese kennst, kannst du sie vermeiden.

Beispiel:

In einem gleichschenkligen Dreieck sind die beiden Basiswinkel gleich gross. Der Winkel an der Spitze beträgt γ=40°\gamma = 40°.

Aufgabe: Wie gross sind die beiden Basiswinkel α\alpha und β\beta?

Lösung:

Da α=β\alpha = \beta gilt, verwende dieselbe Variable:

α+β+γ=180°\alpha + \beta + \gamma = 180°

Setze α=β\alpha = \beta ein:

α+α+40°=180°\alpha + \alpha + 40° = 180°

Fasse zusammen:

2α+40°=180°2\alpha + 40° = 180°

Subtrahiere 40°40°:

2α=140°2\alpha = 140°

Teile durch 22:

α=70°\alpha = 70°

Beide Basiswinkel betragen 70°70°. Prüfe: 70°+70°+40°=180°70° + 70° + 40° = 180°. Stimmt.

Beispiel:

Ein Dreieck hat die Innenwinkel α=50°\alpha = 50° und β=60°\beta = 60°. An der Ecke CC wird die Seite verlängert. So entsteht ein Aussenwinkel γ\gamma'.

Aufgabe: Berechne zuerst den Innenwinkel γ\gamma und dann den Aussenwinkel γ\gamma'.

Lösung:

Schritt 1: Innenwinkel γ\gamma mit der Winkelsumme berechnen:

γ=180°αβ=180°50°60°=70°\gamma = 180° - \alpha - \beta = 180° - 50° - 60° = 70°

Schritt 2: Innenwinkel und Aussenwinkel liegen nebeneinander auf einer geraden Linie. Ihre Summe beträgt 180°180°:

γ+γ=180°\gamma + \gamma' = 180°γ=180°70°=110°\gamma' = 180° - 70° = 110°

Der Aussenwinkel beträgt γ=110°\gamma' = 110°.

Du kannst auch einen schnelleren Weg nutzen: Der Aussenwinkel ist gleich der Summe der beiden nicht anliegenden Innenwinkel: γ=α+β=50°+60°=110°\gamma' = \alpha + \beta = 50° + 60° = 110°. Das ergibt dasselbe Resultat.

Was passiert bei Figuren mit mehr als vier Ecken? Es gibt Fünfecke, Sechsecke, Siebenecke und so weiter. Solche Figuren heissen Vielecke oder Polygone. Auch für sie gibt es eine Regel zur Winkelsumme.

Der Schlüssel liegt in der Zerlegung. Jedes Vieleck mit nn Ecken lässt sich von einer Ecke aus in (n2)(n-2) Dreiecke zerlegen. Bei einem Fünfeck kannst du von einer Ecke zwei Diagonalen ziehen. So entstehen drei Dreiecke. Bei einem Sechseck sind es vier Dreiecke.

Schauen wir uns einige Beispiele an:

  • Dreieck (n=3n = 3): (32)180°=1180°=180°(3-2) \cdot 180° = 1 \cdot 180° = 180°
  • Viereck (n=4n = 4): (42)180°=2180°=360°(4-2) \cdot 180° = 2 \cdot 180° = 360°
  • Fünfeck (n=5n = 5): (52)180°=3180°=540°(5-2) \cdot 180° = 3 \cdot 180° = 540°
  • Sechseck (n=6n = 6): (62)180°=4180°=720°(6-2) \cdot 180° = 4 \cdot 180° = 720°
  • Achteck (n=8n = 8): (82)180°=6180°=1080°(8-2) \cdot 180° = 6 \cdot 180° = 1080°

Bei einem regelmässigen Vieleck sind alle Seiten und alle Winkel gleich gross. Dann kannst du einen einzelnen Innenwinkel berechnen, indem du die gesamte Winkelsumme durch nn teilst:

Einzelwinkel=(n2)180°n\text{Einzelwinkel} = \dfrac{(n-2) \cdot 180°}{n}

Im regelmässigen Sechseck beträgt ein Innenwinkel also 720°6=120°\dfrac{720°}{6} = 120°. Im regelmässigen Achteck sind es 1080°8=135°\dfrac{1080°}{8} = 135°.

Beispiel:

Beispiel 5: Innenwinkel im regelmässigen Fünfeck

Abschnitt betitelt „Beispiel 5: Innenwinkel im regelmässigen Fünfeck“

Ein regelmässiges Fünfeck hat fünf gleich lange Seiten und fünf gleich grosse Innenwinkel.

Aufgabe: Berechne die Grösse eines Innenwinkels.

Lösung:

Schritt 1: Berechne die Winkelsumme mit der Formel für nn-Ecke:

Winkelsumme=(n2)180°=(52)180°=3180°=540°\text{Winkelsumme} = (n-2) \cdot 180° = (5-2) \cdot 180° = 3 \cdot 180° = 540°

Schritt 2: Da alle fünf Winkel gleich gross sind, teile die Winkelsumme durch 55:

Einzelwinkel=540°5=108°\text{Einzelwinkel} = \dfrac{540°}{5} = 108°

Jeder Innenwinkel im regelmässigen Fünfeck beträgt 108°108°. Du findest diese Form auf Verkehrsschildern wie dem Stopschild, das jedoch ein Achteck ist. Fünfecke siehst du auf vielen Fussbällen als Teil des klassischen Musters aus Fünf- und Sechsecken.

Bearbeite die folgenden Aufgaben. Die Schwierigkeit steigt von Aufgabe zu Aufgabe. Die Lösungen findest du am Ende des Artikels.

Aufgabe 1: Ein Dreieck hat die Winkel α=40°\alpha = 40° und β=80°\beta = 80°. Berechne γ\gamma.

Aufgabe 2: Ein Viereck hat die Winkel α=70°\alpha = 70°, β=110°\beta = 110° und γ=95°\gamma = 95°. Berechne δ\delta.

Aufgabe 3: Ein rechtwinkliges Dreieck hat einen 90°90°-Winkel und einen weiteren Winkel von 35°35°. Wie gross ist der dritte Winkel?

Aufgabe 4: Ein gleichschenkliges Dreieck hat an der Spitze einen Winkel von 20°20°. Berechne die beiden Basiswinkel.

Aufgabe 5: Ein gleichseitiges Dreieck hat drei gleich grosse Winkel. Wie gross ist jeder Winkel?

Aufgabe 6: Ein Viereck hat die Winkel α=75°\alpha = 75°, β=95°\beta = 95°, γ=100°\gamma = 100°. Berechne δ\delta.

Aufgabe 7: Berechne die Winkelsumme in einem Siebeneck (n=7n = 7).

Aufgabe 8: Ein regelmässiges Sechseck hat sechs gleich grosse Innenwinkel. Wie gross ist ein einzelner Winkel?

Aufgabe 9: In einem Dreieck gilt: α=β\alpha = \beta und γ=α+30°\gamma = \alpha + 30°. Berechne alle drei Winkel.

Aufgabe 10: In einem Viereck sind die Winkel der Reihe nach doppelt so gross wie der vorherige: β=2α\beta = 2\alpha, γ=2β\gamma = 2\beta, δ=2γ\delta = 2\gamma. Berechne alle vier Winkel.

Die Winkelsumme ist eine fundamentale Eigenschaft geometrischer Figuren. Im Dreieck beträgt sie immer 180°180°, im Viereck immer 360°360°. Diese Werte gelten für jede Form – egal wie die Figur aussieht.

Für beliebige Vielecke mit nn Ecken gilt die Formel (n2)180°(n-2) \cdot 180°. Sie basiert auf der Zerlegung des Vielecks in Dreiecke.

Mit der Winkelsumme kannst du fehlende Winkel berechnen. Gehe dabei systematisch vor: Zuerst die bekannten Winkel addieren, dann die Summe von der Gesamtwinkelsumme abziehen. Prüfe stets, ob deine Lösung plausibel ist – alle Winkel müssen positiv sein, und die Summe muss stimmen.

❓ Frage:
Ein Dreieck hat die Winkel α=30°\alpha = 30° und β=90°\beta = 90°. Wie gross ist γ\gamma?
Lösung anzeigen
γ=180°30°90°=60°\gamma = 180° - 30° - 90° = 60°. Es handelt sich um ein rechtwinkliges Dreieck mit einem 30°30°- und einem 60°60°-Winkel.
❓ Frage:
Ein Viereck hat drei rechte Winkel (je 90°90°). Wie gross ist der vierte Winkel?
Lösung anzeigen
δ=360°390°=360°270°=90°\delta = 360° - 3 \cdot 90° = 360° - 270° = 90°. Das Viereck ist ein Rechteck (oder Quadrat).
❓ Frage:
Wie gross ist die Winkelsumme in einem Sechseck (n=6n = 6)?
Lösung anzeigen
(62)180°=4180°=720°(6 - 2) \cdot 180° = 4 \cdot 180° = 720°.
❓ Frage:
In einem gleichschenkligen Dreieck beträgt ein Basiswinkel 55°55°. Wie gross ist der Winkel an der Spitze?
Lösung anzeigen
Beide Basiswinkel sind gleich gross, also 55°55° und 55°55°. Der Winkel an der Spitze beträgt γ=180°55°55°=70°\gamma = 180° - 55° - 55° = 70°.
❓ Frage:
Wie gross ist ein Innenwinkel in einem regelmässigen Achteck?
Lösung anzeigen
Winkelsumme: (82)180°=1080°(8-2) \cdot 180° = 1080°. Ein Winkel: 1080°:8=135°1080° : 8 = 135°.

Die Winkelsumme ist ein Sprungbrett zu vielen weiteren Themen. In den kommenden Klassenstufen lernst du besondere Dreiecke genauer kennen – gleichschenklige, rechtwinklige und gleichseitige Dreiecke mit ihren speziellen Eigenschaften. Auch die Winkel an geschnittenen parallelen Geraden werden wichtig. Sie helfen dir, den Beweis der Winkelsumme nachzuvollziehen.

Später in der Trigonometrie verwendest du die Winkelsumme, um Seitenlängen und Winkel in beliebigen Dreiecken zu berechnen. Sätze wie der Sinussatz und der Kosinussatz bauen direkt darauf auf. Die Geometrie wird so zu einem mächtigen Werkzeug für viele Anwendungen.

Lösung zu Aufgabe 1:

γ=180°αβ=180°40°80°=60°\gamma = 180° - \alpha - \beta = 180° - 40° - 80° = 60°

Lösung zu Aufgabe 2:

δ=360°αβγ=360°70°110°95°=85°\delta = 360° - \alpha - \beta - \gamma = 360° - 70° - 110° - 95° = 85°

Lösung zu Aufgabe 3:

Die drei Winkel summieren sich zu 180°180°:

γ=180°90°35°=55°\gamma = 180° - 90° - 35° = 55°

Der dritte Winkel beträgt 55°55°.

Lösung zu Aufgabe 4:

Die beiden Basiswinkel sind gleich gross: α=β\alpha = \beta. Der Winkel an der Spitze ist γ=20°\gamma = 20°.

α+α+20°=180°\alpha + \alpha + 20° = 180° 2α=160°2\alpha = 160° α=80°\alpha = 80°

Beide Basiswinkel betragen 80°80°.

Lösung zu Aufgabe 5:

Im gleichseitigen Dreieck sind alle drei Winkel gleich gross:

3α=180°3\alpha = 180° α=60°\alpha = 60°

Jeder Winkel misst 60°60°.

Lösung zu Aufgabe 6:

δ=360°75°95°100°=90°\delta = 360° - 75° - 95° - 100° = 90°

Der vierte Winkel beträgt 90°90°.

Lösung zu Aufgabe 7:

Verwende die Formel für nn-Ecke mit n=7n = 7:

Winkelsumme=(72)180°=5180°=900°\text{Winkelsumme} = (7-2) \cdot 180° = 5 \cdot 180° = 900°

Die Winkelsumme im Siebeneck beträgt 900°900°.

Lösung zu Aufgabe 8:

Winkelsumme im Sechseck:

(62)180°=720°(6-2) \cdot 180° = 720°

Bei sechs gleich grossen Winkeln:

Einzelwinkel=720°6=120°\text{Einzelwinkel} = \dfrac{720°}{6} = 120°

Ein Innenwinkel beträgt 120°120°.

Lösung zu Aufgabe 9:

Setze die Bedingungen in die Winkelsumme ein. Mit α=β\alpha = \beta und γ=α+30°\gamma = \alpha + 30° ergibt sich:

α+α+(α+30°)=180°\alpha + \alpha + (\alpha + 30°) = 180° 3α+30°=180°3\alpha + 30° = 180° 3α=150°3\alpha = 150° α=50°\alpha = 50°

Also α=β=50°\alpha = \beta = 50° und γ=50°+30°=80°\gamma = 50° + 30° = 80°. Prüfe: 50°+50°+80°=180°50° + 50° + 80° = 180°.

Lösung zu Aufgabe 10:

Mit β=2α\beta = 2\alpha, γ=2β=4α\gamma = 2\beta = 4\alpha und δ=2γ=8α\delta = 2\gamma = 8\alpha ergibt sich:

α+2α+4α+8α=360°\alpha + 2\alpha + 4\alpha + 8\alpha = 360° 15α=360°15\alpha = 360° α=24°\alpha = 24°

Daraus folgt: β=48°\beta = 48°, γ=96°\gamma = 96°, δ=192°\delta = 192°.

Prüfe: 24°+48°+96°+192°=360°24° + 48° + 96° + 192° = 360°. Stimmt. Beachte: Da δ>180°\delta > 180°, handelt es sich um ein nicht-konvexes (überschlagenes) Viereck, bei dem eine Ecke „nach innen” zeigt.

Quellen