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Was sind natürliche Zahlen? Einfach erklärt + Beispiele

Die natürlichen Zahlen sind fast so alt wie die Menschheit selbst. Menschen haben schon vor Zehntausenden von Jahren gezählt – lange bevor es Schulen, Bücher oder Taschenrechner gab.

Archäologen haben in Afrika einen Knochen gefunden, der über 40’000 Jahre alt ist: den sogenannten Lebombo-Knochen. Darauf sind 29 Kerben eingeritzt. Wahrscheinlich hat ein Mensch damit Tage gezählt – vielleicht die Tage eines Monats. Das war eine der ersten bekannten Formen des Zählens.

Ähnliche Funde gibt es aus der ganzen Welt. Menschen zählten Tiere in ihrer Herde, Früchte im Vorrat oder Mitglieder ihres Stammes. Das Bedürfnis zu zählen ist also tief in uns verwurzelt.

Frühe Kulturen entwickelten verschiedene Systeme, um Zahlen aufzuschreiben. Die alten Ägypter benutzten Hieroglyphen für Zahlen. Die Römer erfanden die römischen Zahlen, die du vielleicht noch von Uhren oder Filmtiteln kennst: I, II, III, IV, V …

Einen riesigen Fortschritt brachten die indischen Mathematiker. Zwischen dem 5. und 7. Jahrhundert nach Christus entwickelten sie ein Stellenwertsystem mit den Ziffern 1 bis 9 – das Vorläufersystem unserer heutigen Zahlen. Arabische Gelehrte übernahmen dieses System und brachten es nach Europa. Deshalb heissen unsere Ziffern heute arabische Ziffern, obwohl sie ursprünglich aus Indien stammen.

Der Begriff “natürliche Zahlen” ist vergleichsweise jung. Der deutsche Mathematiker Leopold Kronecker sagte im Jahr 1886 einen berühmten Satz: “Die ganzen Zahlen hat der liebe Gott gemacht, alles andere ist Menschenwerk.” Er meinte damit, dass Zählzahlen etwas Grundlegendes und Natürliches sind – sie entstehen ganz von selbst, wenn man zählt.

Heute ist N\mathbb{N} das international anerkannte Symbol für diese Zahlenmenge. Die doppelt gestrichene Schreibweise des N wurde im 20. Jahrhundert eingeführt, um die Menge klar von anderen Zahlenmengen zu unterscheiden.

Zurück zu deiner Murmelsammlung: Wenn du jemandem erzählen willst, wie viele Murmeln du hast, benutzt du Zahlen. Du sagst nicht “viele” oder “ein Haufen”, sondern ganz genau: “Ich habe 17 Murmeln.”

Diese Zahlen, mit denen wir zählen, haben in der Mathematik einen besonderen Namen. Mathematiker haben sich überlegt: Wenn wir alle diese Zählzahlen in eine grosse “Schublade” packen, wie nennen wir diese Schublade dann?

Die Antwort lautet: die Menge der natürlichen Zahlen.

Eine Menge ist einfach eine Sammlung von Dingen, die zusammengehören. Denk an eine Obstkiste: In der Kiste liegen Äpfel, Birnen und Orangen – das ist eine Menge von Früchten. In der Mathematik sammeln wir Zahlen in solchen “Kisten”.

Stell dir die natürlichen Zahlen wie eine unendlich lange Perlenkette vor. Jede Perle ist eine Zahl, und sie sind der Reihe nach aufgefädelt: erst die 1, dann die 2, dann die 3 … Die Kette hat zwar einen Anfang (die 1), aber kein Ende – du könntest ewig neue Perlen auffädeln.

Oder denk an eine Treppe, die in den Himmel führt: Du startest auf Stufe 1, gehst zu Stufe 2, dann zu Stufe 3 … Egal wie hoch du steigst, es gibt immer noch eine weitere Stufe.

Wenn Mathematiker aufschreiben wollen, dass eine Zahl zu den natürlichen Zahlen gehört, benutzen sie das Zeichen \in (sprich: “ist Element von” oder “gehört zu”):

  • 5N5 \in \mathbb{N} bedeutet: “5 gehört zu den natürlichen Zahlen” ✓
  • 100N100 \in \mathbb{N} bedeutet: “100 gehört zu den natürlichen Zahlen” ✓

Wenn eine Zahl nicht dazugehört, schreibt man \notin:

  • 3N-3 \notin \mathbb{N} bedeutet: “Minus 3 gehört nicht zu den natürlichen Zahlen”
  • 2,5N2{,}5 \notin \mathbb{N} bedeutet: “2,5 gehört nicht zu den natürlichen Zahlen”

Dazu gehören: Alle positiven ganzen Zahlen wie 1,2,3,1, 2, 3, \ldots sowie riesige Zahlen wie 10000001\,000\,000 oder 999999999999\,999\,999.

Nicht dazu gehören: Negative Zahlen wie 5-5 (du kannst nicht “minus drei Murmeln” haben), Kommazahlen wie 3,53{,}5 oder 0,70{,}7, und Brüche wie 12\dfrac{1}{2} oder 34\dfrac{3}{4}.

Beispiel:

Welche dieser Zahlen sind natürliche Zahlen?

7,2,15,3,5,17, \quad -2, \quad 15, \quad 3{,}5, \quad 1

Lösung:

Du wendest den Drei-Fragen-Test auf jede Zahl an:

  • 77: positiv? Ja. Ganze Zahl? Ja. Ungleich Null? Ja. → 7N7 \in \mathbb{N}
  • 2-2: positiv? Nein. → 2N-2 \notin \mathbb{N}
  • 1515: positiv? Ja. Ganze Zahl? Ja. Ungleich Null? Ja. → 15N15 \in \mathbb{N}
  • 3,53{,}5: Ganze Zahl? Nein, es ist eine Kommazahl. → 3,5N3{,}5 \notin \mathbb{N}
  • 11: positiv? Ja. Ganze Zahl? Ja. Ungleich Null? Ja. → 1N1 \in \mathbb{N}

Antwort: Die natürlichen Zahlen in dieser Liste sind 11, 77 und 1515.

Beispiel:

Entscheide für jede Zahl: Gehört sie zu N\mathbb{N} oder zu N0\mathbb{N}_0?

0,42,10,1000000,340, \quad 42, \quad -10, \quad 1\,000\,000, \quad \frac{3}{4}

Lösung:

Erinnerung: N0={0,1,2,3,}\mathbb{N}_0 = \{0, 1, 2, 3, \ldots\} enthält zusätzlich die Null.

  • 00: nicht positiv → nicht in N\mathbb{N}; aber N0\mathbb{N}_0 schliesst die Null ausdrücklich ein → 0N00 \in \mathbb{N}_0
  • 4242: positiv, ganz, ungleich Null → 42N42 \in \mathbb{N} und 42N042 \in \mathbb{N}_0
  • 10-10: negativ → weder in N\mathbb{N} noch in N0\mathbb{N}_0
  • 10000001\,000\,000: positiv, ganz, ungleich Null → 1000000N1\,000\,000 \in \mathbb{N} und 1000000N01\,000\,000 \in \mathbb{N}_0
  • 34\dfrac{3}{4}: kein Bruch erlaubt → weder in N\mathbb{N} noch in N0\mathbb{N}_0

Antwort: 4242 und 10000001\,000\,000 gehören zu beiden Mengen. Die 00 gehört nur zu N0\mathbb{N}_0. Die 10-10 und 34\dfrac{3}{4} gehören zu keiner der beiden.

Beispiel:

Lisa sagt: “Ich denke mir eine Zahl aus N\mathbb{N}. Wenn ich 5 dazuzähle, erhalte ich 8.”

Welche Zahl hat Lisa sich gedacht? Prüfe, ob das Ergebnis wirklich eine natürliche Zahl ist.

Lösung:

Du löst die Aufgabe durch Rückwärtsrechnen. Lisa hat eine Zahl, addiert 5 und erhält 8. Also:

85=38 - 5 = 3

Lisa hat sich die Zahl 33 gedacht.

Jetzt prüfst du mit dem Drei-Fragen-Test:

  • Ist 33 positiv? Ja ✓
  • Ist 33 eine ganze Zahl? Ja ✓
  • Ist 33 ungleich Null? Ja ✓

Antwort: Lisa hat sich die Zahl 33 gedacht, und 3N3 \in \mathbb{N} ist korrekt.

Beispiel:

Tim zählt die Autos auf einem Parkplatz. Er sieht zuerst aa Autos. Dann fahren 3 Autos weg. Danach sind noch 11 Autos da.

Bestimme aa und entscheide, ob aNa \in \mathbb{N} gilt.

Lösung:

Du weisst: Nach dem Wegfahren sind 11 Autos da. Vorher waren es aa Autos, 3 sind weggefahren.

a3=11a - 3 = 11

a=11+3=14a = 11 + 3 = 14

Prüfung für a=14a = 14:

  • Positiv? Ja ✓
  • Ganze Zahl? Ja ✓
  • Ungleich Null? Ja ✓

Antwort: Es waren a=14a = 14 Autos auf dem Parkplatz. Da 14N14 \in \mathbb{N}, macht die Aufgabe Sinn – man kann keine halben oder negativen Autos zählen.

Dieser Punkt ist wichtig: Natürliche Zahlen sind ideal für Zählaufgaben im Alltag, denn gezählte Dinge sind immer positiv und ganz.

In der Mathematik gibt es nicht nur die natürlichen Zahlen. Mit der Zeit wirst du weitere Zahlenmengen kennenlernen. Die natürlichen Zahlen sind dabei der Ausgangspunkt – sie stecken in allen anderen Mengen drin.

Die Menge N\mathbb{N} ist unendlich. Das klingt selbstverständlich, ist aber mathematisch faszinierend. Der Mathematiker Georg Cantor untersuchte im 19. Jahrhundert verschiedene Arten von Unendlichkeit.

Eine praktische Konsequenz: Es gibt keine “grösste natürliche Zahl”. Egal welche Zahl du nennst, du kannst immer noch 1 dazuzählen. Du bekommst immer eine neue, noch grössere natürliche Zahl.

Den Zahlenstrahl kennst du wahrscheinlich schon aus dem Unterricht. Die natürlichen Zahlen liegen alle auf der rechten Seite, gleichmässig verteilt:

01234560 \quad 1 \quad 2 \quad 3 \quad 4 \quad 5 \quad 6 \quad \cdots

Zwischen zwei benachbarten natürlichen Zahlen – zum Beispiel zwischen 33 und 44 – liegt keine weitere natürliche Zahl. Das unterscheidet sie von Kommazahlen, die überall zwischen anderen Zahlen liegen können.

Bei natürlichen Zahlen funktionieren Addition und Multiplikation immer problemlos: Das Ergebnis ist wieder eine natürliche Zahl. Bei der Subtraktion und Division kann es aber sein, dass das Ergebnis kein Element von N\mathbb{N} ist.

Zum Beispiel: 35=23 - 5 = -2 und 2N-2 \notin \mathbb{N}.

Beispiel:

Bestimme für jede Zahl, zu welchen Mengen sie gehört. Wähle aus: N\mathbb{N}, N0\mathbb{N}_0, Z\mathbb{Z} (ganze Zahlen).

4,0,7,12,100-4, \quad 0, \quad 7, \quad \frac{1}{2}, \quad 100

Lösung:

ZahlN\in \mathbb{N}?N0\in \mathbb{N}_0?Z\in \mathbb{Z}?
4-4NeinNeinJa
00NeinJaJa
77JaJaJa
12\dfrac{1}{2}NeinNeinNein
100100JaJaJa

Erklärung: Ganze Zahlen Z\mathbb{Z} umfassen alle positiven und negativen ganzen Zahlen sowie die Null. Deshalb gehört 4-4 zu Z\mathbb{Z}, aber nicht zu N\mathbb{N} oder N0\mathbb{N}_0. Der Bruch 12\dfrac{1}{2} gehört zu keiner dieser drei Mengen, weil er keine ganze Zahl ist.

Löse die folgenden Aufgaben. Die Schwierigkeit steigt von Aufgabe zu Aufgabe an. Alle Lösungen findest du weiter unten.

Aufgabe 1 (Grundwissen): Nenne die ersten fünf natürlichen Zahlen.

Aufgabe 2 (Grundwissen): Entscheide: Welche dieser Zahlen gehören zu N\mathbb{N}? 12,3,0,7,5,99,5512, \quad -3, \quad 0, \quad 7{,}5, \quad 99, \quad \frac{5}{5}

Aufgabe 3 (Grundwissen): Schreibe mit dem richtigen Symbol (\in oder \notin): a) 6N6 \,\square\, \mathbb{N} b) 1N-1 \,\square\, \mathbb{N} c) 1000N1000 \,\square\, \mathbb{N}

Aufgabe 4 (Verstehen): Erkläre in einem Satz, warum 5N-5 \notin \mathbb{N} gilt.

Aufgabe 5 (Verstehen): Nenne zwei Zahlen, die zu N0\mathbb{N}_0 gehören, aber nicht zu N\mathbb{N}.

Aufgabe 6 (Anwenden): Jonas denkt sich eine Zahl aus N\mathbb{N}. Er addiert 7 dazu und erhält 19. Welche Zahl hat Jonas gedacht? Überprüfe dein Ergebnis.

Aufgabe 7 (Anwenden): In einem Schulhaus gibt es nn Schülerinnen und Schüler. Von jedem Stockwerk kommen 30 Personen hinzu. Das Schulhaus hat 4 Stockwerke. Insgesamt sind es 120 Personen. Bestimme nn und entscheide: nNn \in \mathbb{N}?

Aufgabe 8 (Knobeln): Welche der folgenden Ausdrücke ergibt eine natürliche Zahl? a) 10310 - 3 b) 3103 - 10 c) 84\dfrac{8}{4} d) 74\dfrac{7}{4}

Aufgabe 9 (Knobeln): Max sagt: “Die grösste natürliche Zahl ist 1’000’000.” Hat Max recht? Begründe.

Aufgabe 10 (Transfer): Eine Bäckerin backt täglich eine natürliche Anzahl Brote. Am Montag backt sie 25 Brote, am Dienstag 18 und am Mittwoch xx Brote. Insgesamt hat sie 70 Brote gebacken. Berechne xx und prüfe, ob xNx \in \mathbb{N}.

Die natürlichen Zahlen N={1,2,3,4,}\mathbb{N} = \{1, 2, 3, 4, \ldots\} sind die Zahlen, mit denen du zählst. Sie sind positiv, ganz und unendlich viele. Das doppelt gestrichene N\mathbb{N} ist ihr Symbol. Mit \in schreibst du, dass eine Zahl dazugehört, mit \notin dass sie nicht dazugehört.

Drei Merkmale einer natürlichen Zahl: Sie ist positiv, sie ist ganz (kein Komma, kein Bruch), und sie ist von Anfang an da – von der kleinsten natürlichen Zahl 11 bis ins Unendliche.

Die Null ist ein Sonderfall: Sie gehört zu N0\mathbb{N}_0, aber nicht zu N\mathbb{N}. Achte immer auf die genaue Aufgabenstellung!

❓ Frage: Welches Symbol steht für die Menge der natürlichen Zahlen?
Lösung anzeigen
Das Symbol ist N\mathbb{N} (ein doppelt gestrichenes N). Es steht für “Natürliche Zahlen”.
❓ Frage: Ist die Zahl 7-7 eine natürliche Zahl? Begründe kurz.
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Nein, 7N-7 \notin \mathbb{N}. Natürliche Zahlen sind immer positiv. Negative Zahlen gehören nicht zur Menge N\mathbb{N}.
❓ Frage: Nenne die kleinste natürliche Zahl (wenn N\mathbb{N} ohne Null definiert ist).
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Die kleinste natürliche Zahl ist 11. Die Menge N\mathbb{N} beginnt bei 1 und geht ins Unendliche.
❓ Frage: Was bedeutet das Zeichen \in in der Aussage 5N5 \in \mathbb{N}?
Lösung anzeigen
Das Zeichen \in bedeutet “ist Element von” oder “gehört zu”. Die Aussage 5N5 \in \mathbb{N} bedeutet also: “Die Zahl 5 gehört zur Menge der natürlichen Zahlen.”
❓ Frage: Gehört die Zahl 62\frac{6}{2} zu N\mathbb{N}? Begründe.
Lösung anzeigen
Ja! Denn 62=3\dfrac{6}{2} = 3, und 33 ist eine positive ganze Zahl. Also gilt 3N3 \in \mathbb{N}. Du musst immer zuerst vereinfachen und dann prüfen.

Du hast jetzt die natürlichen Zahlen kennengelernt – den ersten Baustein der Mathematik. Als nächstes wirst du die ganzen Zahlen Z\mathbb{Z} entdecken, die auch negative Zahlen einschliessen. Damit kannst du zum Beispiel Temperaturen unter Null beschreiben.

Später lernst du die rationalen Zahlen Q\mathbb{Q} kennen – alle Brüche und Kommazahlen. Jede neue Zahlenmenge erweitert deine mathematischen Möglichkeiten. Die natürlichen Zahlen sind dabei immer dein Startpunkt: Alle anderen Mengen bauen auf ihnen auf.

Lösung zu Aufgabe 1:

Die ersten fünf natürlichen Zahlen sind: 1,2,3,4,51, 2, 3, 4, 5.

Sie beginnen bei 11 und folgen der Reihe nach. Merke: Es gibt keine natürliche Zahl “kleiner als 1” in N\mathbb{N}.


Lösung zu Aufgabe 2:

Du prüfst jede Zahl mit dem Drei-Fragen-Test:

  • 1212: positiv, ganz, ungleich Null → 12N12 \in \mathbb{N}
  • 3-3: negativ → 3N-3 \notin \mathbb{N}
  • 00: gleich Null → 0N0 \notin \mathbb{N} ✗ (aber 0N00 \in \mathbb{N}_0)
  • 7,57{,}5: Kommazahl → 7,5N7{,}5 \notin \mathbb{N}
  • 9999: positiv, ganz, ungleich Null → 99N99 \in \mathbb{N}
  • 55=1\dfrac{5}{5} = 1: Vereinfacht ergibt sich 111N1 \in \mathbb{N}

Natürliche Zahlen in der Liste: 1212, 9999 und 55\dfrac{5}{5} (also 11).


Lösung zu Aufgabe 3:

a) 6N6 \in \mathbb{N} – denn 66 ist positiv, ganz und ungleich Null.

b) 1N-1 \notin \mathbb{N} – denn 1-1 ist negativ.

c) 1000N1000 \in \mathbb{N} – denn 10001000 ist positiv, ganz und ungleich Null. Grosse Zahlen sind trotzdem natürlich!


Lösung zu Aufgabe 4:

5N-5 \notin \mathbb{N}, weil natürliche Zahlen immer grösser als Null sein müssen – negative Zahlen sind nicht positiv und gehören deshalb nicht zur Menge der natürlichen Zahlen.


Lösung zu Aufgabe 5:

Die einzige Zahl, die zu N0\mathbb{N}_0 gehört, aber nicht zu N\mathbb{N}, ist die 0\mathbf{0}.

Es gibt nur eine solche Zahl: Die 00 ist das einzige Element, das N0\mathbb{N}_0 im Vergleich zu N\mathbb{N} zusätzlich enthält. Die Aufgabe fragt nach zwei Zahlen – das ist eine Fangfrage! Es gibt nur eine solche Zahl, nämlich die 00.


Lösung zu Aufgabe 6:

Jonas denkt sich eine Zahl xx aus. Er addiert 7 und erhält 19:

x+7=19x + 7 = 19

x=197=12x = 19 - 7 = 12

Prüfung: Ist 12N12 \in \mathbb{N}?

  • Positiv? Ja ✓
  • Ganze Zahl? Ja ✓
  • Ungleich Null? Ja ✓

Jonas hat sich die Zahl 1212 gedacht. Die Antwort x=12Nx = 12 \in \mathbb{N} stimmt.


Lösung zu Aufgabe 7:

Das Schulhaus hat 4 Stockwerke, von jedem kommen 30 Personen. Das sind 430=1204 \cdot 30 = 120 Personen. Zusätzlich gibt es noch nn Schülerinnen und Schüler. Insgesamt sind es 120 Personen.

n+120=120n + 120 = 120

n=120120=0n = 120 - 120 = 0

Prüfung: Ist 0N0 \in \mathbb{N}? Nein! 0N0 \notin \mathbb{N}, aber 0N00 \in \mathbb{N}_0.

Das bedeutet: Wenn alle 120 Personen aus den 4 Stockwerken kommen und keine weiteren Personen da sind, ist das Ergebnis n=0n = 0. Das ist zwar keine natürliche Zahl im Sinne von N\mathbb{N}, aber eine sinnvolle Antwort im Kontext von N0\mathbb{N}_0.


Lösung zu Aufgabe 8:

a) 103=710 - 3 = 77N7 \in \mathbb{N} ✓ – das Ergebnis ist eine natürliche Zahl.

b) 310=73 - 10 = -77N-7 \notin \mathbb{N} ✗ – das Ergebnis ist negativ.

c) 84=2\dfrac{8}{4} = 22N2 \in \mathbb{N} ✓ – nach dem Kürzen ergibt sich eine natürliche Zahl.

d) 74=1,75\dfrac{7}{4} = 1{,}751,75N1{,}75 \notin \mathbb{N} ✗ – das Ergebnis ist eine Kommazahl.

Merke: Bei Subtraktion und Division kann das Ergebnis die Menge N\mathbb{N} verlassen. Bei Addition und Multiplikation zweier natürlicher Zahlen bleibt das Ergebnis immer in N\mathbb{N}.


Lösung zu Aufgabe 9:

Max hat nicht recht. Es gibt keine grösste natürliche Zahl. Die Menge N\mathbb{N} ist unendlich.

Zu jeder natürlichen Zahl, auch zur 10000001\,000\,000, kann man immer noch 11 addieren:

1000000+1=10000011\,000\,000 + 1 = 1\,000\,001

Und 1000001N1\,000\,001 \in \mathbb{N}. Dieser Prozess hört niemals auf. Die drei Punkte in N={1,2,3,}\mathbb{N} = \{1, 2, 3, \ldots\} zeigen genau das an: Die Menge geht immer weiter.


Lösung zu Aufgabe 10:

Die Bäckerin backt insgesamt 70 Brote. Montag: 25, Dienstag: 18, Mittwoch: xx.

25+18+x=7025 + 18 + x = 70

43+x=7043 + x = 70

x=7043=27x = 70 - 43 = 27

Prüfung: Ist 27N27 \in \mathbb{N}?

  • Positiv? Ja ✓
  • Ganze Zahl? Ja ✓
  • Ungleich Null? Ja ✓

Die Bäckerin hat am Mittwoch 2727 Brote gebacken. Da 27N27 \in \mathbb{N}, ergibt die Aufgabe vollständig Sinn – man kann keine halben oder negativen Brote backen.

Quellen