Primzahlen verstehen: Teilbarkeit einfach erklärt
Weiterführend:
- Zur Kapitelübersicht „Teilbarkeit”
- Vorwissen: Teiler und Vielfache verstehen
- Als Nächstes: Primfaktorzerlegung
- Anwendung: ggT und kgV
Lehrplan 21
MA.1.A.1.gBegriffe Bruch, Prozent, Teiler, Vielfache, Zähler, Nenner, überschlagen, runden; Symbole %, ≈; Dezimalzahlen und Brüche lesen und schreibenMA.1.A.1.hBegriffe Gleichung, Klammer, Primzahl; Symbole +, −, /, *, =, x², (), ≠; Brüche (Nenner 2–1'000), Dezimalzahlen und Prozentzahlen je in die beiden anderen Schreibweisen übertragenMA.1.A.3.hProzentrechnungen mit Rechner; Erw: natürliche Zahlen in Primfaktoren zerlegenMA.1.B.1.gOperative Beziehungen zwischen natürlichen Zahlen erforschen und beschreiben (z.B. Umkehrzahlen)
Quelle: Aargauer Lehrplan Volksschule, Fachbereich Mathematik (August 2022)
Eine kleine Zeitreise
Abschnitt betitelt „Eine kleine Zeitreise“Die Geschichte der Primzahlen beginnt vor über 2300 Jahren im antiken Griechenland. Der Mathematiker Euklid von Alexandria schrieb um 300 vor Christus sein berühmtes Werk «Die Elemente». Darin bewies er einen erstaunlichen Satz: Es gibt unendlich viele Primzahlen. Seine Idee war raffiniert. Angenommen, du kennst bereits eine Liste von Primzahlen. Dann multiplizierst du alle miteinander und addierst 1. Die neue Zahl ist durch keine Primzahl deiner Liste teilbar – die Division lässt immer den Rest 1. Also muss es eine weitere Primzahl geben, die nicht auf der Liste steht. Egal wie viele Primzahlen du kennst: Es gibt immer noch mehr. Dieser Beweis gilt bis heute als einer der elegantesten der Mathematik.
Rund 50 Jahre nach Euklid entwickelte der Gelehrte Eratosthenes von Kyrene eine geniale Suchmethode. Eratosthenes leitete die berühmte Bibliothek von Alexandria und berechnete nebenbei den Erdumfang erstaunlich genau. Sein «Sieb des Eratosthenes» funktioniert wie ein Filter: Du schreibst alle Zahlen auf und streichst systematisch die Vielfachen der gefundenen Primzahlen durch. Was im Sieb hängen bleibt, sind genau die Primzahlen. Diese Methode lernst du in diesem Artikel Schritt für Schritt.
Im 17. Jahrhundert untersuchte der französische Mönch Marin Mersenne Zahlen der Form . Manche davon sind prim, zum Beispiel oder . Solche Zahlen heissen heute Mersenne-Primzahlen. Sie sind die Stars der modernen Rekordjagd: Fast alle grössten bekannten Primzahlen haben diese Form, weil es für sie besonders schnelle Tests gibt.
Lange galten Primzahlen als schöne Theorie ohne praktischen Nutzen. Das änderte sich 1977 schlagartig: Die Forscher Rivest, Shamir und Adleman erfanden das RSA-Verschlüsselungsverfahren. Es beruht darauf, dass man zwei riesige Primzahlen leicht multiplizieren kann – das Produkt aber kaum wieder in seine Faktoren zerlegen kann. Seither schützen Primzahlen jede sichere Internetverbindung.
Die Grundlagen
Abschnitt betitelt „Die Grundlagen“Zur Erinnerung: Ein Teiler einer Zahl ist eine Zahl, durch die sie sich ohne Rest teilen lässt. Die Zahl 12 hat die Teiler 1, 2, 3, 4, 6 und 12 – also sechs Stück. Die Zahl 23 hat dagegen nur zwei Teiler: 1 und 23. Genau diese Eigenschaft macht eine Primzahl aus.
Die kleinste Primzahl ist die 2. Sie ist zugleich die einzige gerade Primzahl, denn jede andere gerade Zahl hat neben 1 und sich selbst auch den Teiler 2 – also mindestens drei Teiler.
Und die 1? Sie ist keine Primzahl, obwohl sie sich nur durch 1 und sich selbst teilen lässt. Der Grund steckt in der Definition: Eine Primzahl braucht genau zwei verschiedene Teiler. Bei der 1 fallen beide Teiler zusammen. Es gibt noch einen tieferen Grund. Jede zusammengesetzte Zahl lässt sich auf genau eine Art als Produkt von Primzahlen schreiben, etwa . Wäre die 1 eine Primzahl, gäbe es plötzlich unendlich viele Zerlegungen: und so weiter. Die Eindeutigkeit wäre zerstört. Deshalb haben die Mathematiker die 1 bewusst ausgeschlossen. Sie ist weder prim noch zusammengesetzt – eine Sonderrolle.
Primzahlen werden mit zunehmender Grösse seltener. Zwischen 1 und 100 gibt es 25 Primzahlen, zwischen 100 und 200 nur noch 21. Sie verschwinden aber nie ganz – das hat Euklid bewiesen.
Die Kernmethode
Abschnitt betitelt „Die Kernmethode“Wie findest du heraus, ob eine Zahl prim ist? Du suchst systematisch nach Teilern. Findest du einen, ist die Zahl zusammengesetzt. Findest du keinen, ist sie prim. Der entscheidende Trick: Du musst nur erstaunlich wenige Kandidaten prüfen.
Warum darfst du so früh aufhören? Hätte einen grossen Teiler, dann gehört dazu immer ein kleiner Partner-Teiler. Beispiel: . Den grossen Teiler 13 findest du automatisch über den kleinen Teiler 7. Sobald die Testzahl mit sich selbst multipliziert grösser als ist, kann kein neues Teilerpaar mehr auftauchen. Für alle Zahlen bis 100 reicht es darum, die Teiler 2, 3, 5 und 7 zu prüfen – denn .
Suchst du nicht eine einzelne Primzahl, sondern gleich alle bis zu einer Grenze, nutzt du das Sieb.
Das Sieb rechnet nicht – es streicht nur. Genau darum ist es so schnell und so fehlersicher. Nach vier Streichrunden bleiben zwischen 1 und 100 genau 25 Primzahlen übrig.
Beispiel 1: Einstieg – Ist 17 eine Primzahl?
Abschnitt betitelt „Beispiel 1: Einstieg – Ist 17 eine Primzahl?“Gegeben: Die Zahl 17
Gesucht: Ist 17 prim oder zusammengesetzt?
Lösung:
Du wendest den Primzahltest an. Zu prüfen sind nur Primzahlen mit . Wegen sind das nur 2 und 3.
Test mit 2: 17 endet auf 7, ist also ungerade. Nicht durch 2 teilbar.
Test mit 3: Die Quersumme ist . Die 8 ist nicht durch 3 teilbar, also ist auch 17 nicht durch 3 teilbar. Zur Sicherheit die Division:
Kein Teiler gefunden.
Antwort: Die Zahl 17 ist eine Primzahl.
Kontrolle: Alle Kandidaten bis zur Schranke wurden geprüft: und . Grössere Teilerpaare sind unmöglich, denn . ✓
Beispiel 2: Aufbauend – Ist 51 eine Primzahl?
Abschnitt betitelt „Beispiel 2: Aufbauend – Ist 51 eine Primzahl?“Gegeben: Die Zahl 51
Gesucht: Ist 51 prim oder zusammengesetzt? Falls zusammengesetzt: Gib eine Zerlegung an.
Lösung:
Zu prüfen sind die Primzahlen mit , also 2, 3, 5 und 7 (denn , aber ).
Test mit 2: 51 ist ungerade. Kein Teiler.
Test mit 3: Die Quersumme ist , und 6 ist durch 3 teilbar. Also ist auch 51 durch 3 teilbar:
Die Division geht ohne Rest auf. Damit ist 51 zusammengesetzt:
Antwort: Die Zahl 51 ist keine Primzahl. Sie zerfällt in .
Kontrolle: Rückmultiplizieren: . ✓
Die häufigsten Stolpersteine
Abschnitt betitelt „Die häufigsten Stolpersteine“Bei Primzahlen passieren vier Fehler immer wieder. Wer sie kennt, tappt nicht hinein.
Beispiel 3: Komplex – Die Trickzahl 91 entlarven
Abschnitt betitelt „Beispiel 3: Komplex – Die Trickzahl 91 entlarven“Lina behauptet: «91 ist eine Primzahl. Sie ist ungerade, die Quersumme ist nicht durch 3 teilbar, und sie endet nicht auf 0 oder 5.» Prüfe Linas Vermutung vollständig.
Gegeben: Die Zahl 91 und Linas Tests mit 2, 3 und 5
Gesucht: Ist 91 wirklich eine Primzahl?
Lösung:
Linas Tests stimmen – aber sie sind nicht vollständig. Zu prüfen sind alle Primzahlen mit . Wegen und gehören dazu: 2, 3, 5 und 7.
Test mit 7:
Die Division geht ohne Rest auf. Damit ist 91 zusammengesetzt:
Antwort: Linas Vermutung ist falsch. Die Zahl 91 ist keine Primzahl, sondern das Produkt .
Kontrolle: Rückmultiplizieren: . ✓
Beispiel 4: Transfer – Gruppen am Projekttag
Abschnitt betitelt „Beispiel 4: Transfer – Gruppen am Projekttag“Eine Schule plant einen Projekttag. 47 Schülerinnen und Schüler sollen in gleich grosse Gruppen aufgeteilt werden. Die Lehrerin möchte mehr als eine Gruppe, und jede Gruppe soll mindestens 2 Kinder haben. Ist das möglich?
Gegeben:
- 47 Kinder
- Bedingungen: mehr als eine Gruppe, jede Gruppe gleich gross, mindestens 2 Kinder pro Gruppe
Gesucht: Gibt es eine passende Aufteilung?
Lösung:
Eine Aufteilung in gleich grosse Gruppen entspricht einem Teiler von 47. Gesucht ist also ein Teiler, der grösser als 1 und kleiner als 47 ist. Du prüfst, ob 47 prim ist. Wegen reichen die Tests mit 2, 3 und 5.
Test mit 2: 47 ist ungerade. Kein Teiler.
Test mit 3: Quersumme – nicht durch 3 teilbar. Kein Teiler.
Test mit 5: 47 endet auf 7, nicht auf 0 oder 5. Kein Teiler.
Kein Teiler gefunden: 47 ist eine Primzahl. Ihre einzigen Teiler sind 1 und 47.
Antwort: Nein, die Aufteilung ist nicht möglich. Es gibt nur die Varianten «1 Gruppe mit 47 Kindern» oder «47 Gruppen mit je 1 Kind» – beide verletzen die Bedingungen. Die Lehrerin braucht ungleiche Gruppen oder eine andere Kinderzahl.
Kontrolle: Alle Primzahlen bis zur Schranke () wurden geprüft; schliesst grössere Teilerpaare aus. ✓
Vertiefung
Abschnitt betitelt „Vertiefung“Primzahlen heissen Bausteine der Zahlen, weil sich jede zusammengesetzte Zahl aus ihnen zusammensetzen lässt – und zwar auf genau eine Art.
Die Zerlegung findest du durch wiederholtes Teilen: Du teilst so lange durch die kleinste passende Primzahl, bis nur noch eine Primzahl übrig bleibt. Die Eindeutigkeit ist dabei der eigentliche Schatz. Sie bedeutet: Die Primfaktoren sind so etwas wie der genetische Fingerabdruck einer Zahl. Zwei verschiedene Zerlegungen derselben Zahl kann es nicht geben – genau deshalb darf die 1 keine Primzahl sein.
Die Primfaktorzerlegung ist auch ein mächtiges Werkzeug. Mit ihr bestimmst du den grössten gemeinsamen Teiler (ggT) und das kleinste gemeinsame Vielfache (kgV) zweier Zahlen: Du vergleichst einfach ihre Primfaktoren. Für den ggT nimmst du alle gemeinsamen Faktoren, für das kgV alle Faktoren in ihrer höchsten Anzahl. Wie das genau geht, lernst du im Artikel zu ggT und kgV – eine Kostprobe gibt Übung 10.
Und noch ein Ausblick: Die moderne Kryptographie lebt von einer Asymmetrie. Zwei Primzahlen mit je 300 Stellen zu multiplizieren, schafft ein Computer in einem Augenblick. Das Produkt wieder in seine zwei Faktoren zu zerlegen, würde mit heutigen Methoden dagegen länger dauern, als das Universum alt ist. Das RSA-Verfahren nutzt genau das: Das Produkt darf jeder kennen, die beiden Primfaktoren bleiben geheim. Jedes Mal, wenn du eine sichere Website öffnest, arbeitet diese Idee im Hintergrund.
Beispiel 5: Vertiefung – Primfaktorzerlegung von 84
Abschnitt betitelt „Beispiel 5: Vertiefung – Primfaktorzerlegung von 84“Gegeben: Die Zahl 84
Gesucht: Die vollständige Primfaktorzerlegung in Potenzschreibweise
Lösung:
Du teilst schrittweise durch die kleinste passende Primzahl.
Durch 2: 84 ist gerade:
Nochmals durch 2: 42 ist gerade:
Durch 3: 21 ist ungerade. Die Quersumme ist durch 3 teilbar:
Die 7 ist selbst eine Primzahl – fertig. Gesammelt ergibt das:
Antwort: Die Primfaktorzerlegung lautet .
Kontrolle: Rückmultiplizieren der Primfaktoren: . ✓
Übungen
Abschnitt betitelt „Übungen“Die folgenden Aufgaben sind nach Schwierigkeit geordnet. Begründe jede Antwort mit einem vollständigen Test oder einer Zerlegung. Die Lösungen mit allen Rechenwegen findest du am Ende des Artikels.
Aufgabe 1: Sind die folgenden Zahlen Primzahlen? Prüfe: a) 13, b) 9, c) 2
Aufgabe 2: Finde alle Primzahlen zwischen 20 und 40.
Aufgabe 3: Zerlege die Zahl 60 in ihre Primfaktoren.
Aufgabe 4: Zerlege die Zahl 72 vollständig in Primfaktoren und schreibe das Ergebnis in Potenzschreibweise.
Aufgabe 5: Welche Zahl hat die Primfaktorzerlegung ? Berechne den Wert.
Aufgabe 6: Prüfe, ob 97 eine Primzahl ist. Begründe deine Antwort vollständig.
Aufgabe 7: Ein Bauer hat 53 Äpfel und möchte sie gleichmässig auf Körbe verteilen. Er möchte mehr als einen Korb, aber jeden Korb mit gleich vielen Äpfeln füllen. Ist das möglich? Begründe mathematisch.
Aufgabe 8: Zwei Primzahlen, deren Differenz genau 2 beträgt, nennt man Primzahlzwillinge. Beispiel: 11 und 13. Finde alle Primzahlzwillinge zwischen 1 und 50.
Aufgabe 9: Zerlege die Zahl 120 in ihre Primfaktoren und schreibe das Ergebnis in Potenzschreibweise.
Aufgabe 10: Bestimme mit Hilfe der Primfaktorzerlegung den grössten gemeinsamen Teiler von 36 und 90.
Das Wichtigste in Kürze
Abschnitt betitelt „Das Wichtigste in Kürze“- Definition: Eine Primzahl ist eine natürliche Zahl grösser als 1 mit genau zwei verschiedenen Teilern: 1 und sich selbst.
- Die 1 ist keine Primzahl: Sie hat nur einen Teiler – und sie würde die Eindeutigkeit der Primfaktorzerlegung zerstören.
- Die 2 ist die einzige gerade Primzahl: Alle anderen geraden Zahlen haben den zusätzlichen Teiler 2.
- Nicht jede ungerade Zahl ist prim: Gegenbeispiele sind , und .
- Primzahltest: Prüfe nur Primzahlen mit – für Zahlen bis 100 reichen 2, 3, 5 und 7.
- Sieb des Eratosthenes: Vielfachen streichen statt rechnen – so findest du alle Primzahlen bis zu einer Grenze.
- Hauptsatz der Arithmetik: Jede Zahl grösser als 1 hat genau eine Primfaktorzerlegung; mit ihr berechnest du ggT und kgV.
- Kontrolle: Jede Zerlegung prüfst du durch Rückmultiplizieren der Primfaktoren.
Dein Wissen im Test
Abschnitt betitelt „Dein Wissen im Test“Lösung anzeigen
Grund 1 – die Definition: Eine Primzahl braucht genau zwei verschiedene Teiler. Die 1 hat nur einen einzigen Teiler, nämlich sich selbst.
Grund 2 – die Eindeutigkeit: Wäre die 1 prim, hätte jede Zahl unendlich viele Primfaktorzerlegungen, etwa . Der Hauptsatz der Arithmetik wäre verletzt. Darum gilt: Die kleinste Primzahl ist 2.
Lösung anzeigen
Du testest alle Primzahlen mit . Wegen gehört die 11 noch dazu: Du prüfst also 2, 3, 5, 7 und 11.
Die Tests mit 2, 3, 5 und 7 schlagen fehl. Aber:
Also ist – keine Primzahl. Die Schranke musst du immer einschliessen, sonst übersiehst du Quadratzahlen von Primzahlen.
Lösung anzeigen
Die richtige Antwort ist 53. Die anderen drei sind zusammengesetzt:
- (Quersumme 6 ist durch 3 teilbar)
- (Endziffer 5)
- (Quersumme 12 ist durch 3 teilbar)
Für 53 testest du die Primzahlen 2, 3, 5 und 7 (denn , aber ). Keiner der Tests findet einen Teiler – 53 ist prim.
Lösung anzeigen
Schrittweise durch die kleinste passende Primzahl teilen:
Die 5 ist prim – fertig:
Kontrolle: . ✓
Lösung anzeigen
Ein einziges Gegenbeispiel genügt: Die 15 ist ungerade, aber zusammengesetzt, denn . Auch 9, 21, 25 oder 91 widerlegen die Aussage.
Richtig ist nur die Umkehrung: Jede Primzahl ausser der 2 ist ungerade. Aus «ungerade» folgt also nicht «prim» – aber aus «prim und grösser als 2» folgt «ungerade».
Ausblick
Abschnitt betitelt „Ausblick“Du kennst jetzt die Bausteine der Zahlen und weisst, wie du sie erkennst. Im nächsten Schritt setzt du sie gezielt ein: Die Primfaktorzerlegung zeigt dir den «Bauplan» jeder Zahl im Detail. Darauf bauen ggT und kgV auf – mit ihnen kürzt du Brüche vollständig und findest gemeinsame Treffpunkte sich wiederholender Ereignisse. Viel später, in der Berufswelt oder im Studium, begegnen dir Primzahlen in der Kryptographie wieder. Dann verstehst du, warum dein Smartphone bei jeder sicheren Verbindung im Hintergrund mit Primzahlen rechnet.
Lösungen
Abschnitt betitelt „Lösungen“Lösung 1:
a) 13 ist eine Primzahl. Wegen testest du nur 2 und 3: 13 ist ungerade, und die Quersumme ist nicht durch 3 teilbar. Kein Teiler gefunden.
b) 9 ist keine Primzahl. Die Quersumme 9 ist durch 3 teilbar: , also .
c) 2 ist eine Primzahl. Ihre einzigen Teiler sind 1 und 2. Sie ist die kleinste und die einzige gerade Primzahl.
Kontrolle zu b): Rückmultiplizieren: . ✓
Lösung 2: Du siebst die Zahlen von 20 bis 40:
- Gerade Zahlen streichen: 20, 22, 24, 26, 28, 30, 32, 34, 36, 38, 40.
- Vielfache von 3 streichen: , , , .
- Vielfache von 5 streichen: , .
Übrig bleiben: 23, 29, 31 und 37. Für jede dieser Zahlen schlagen die Tests mit 2, 3 und 5 fehl, und wegen ist die Prüfung damit vollständig.
Kontrolle: Stichprobe bei der gestrichenen 39: . ✓
Lösung 3: Schrittweise durch die kleinste passende Primzahl teilen:
Die 5 ist prim. Die Primfaktorzerlegung lautet:
Kontrolle: Rückmultiplizieren: . ✓
Lösung 4: Du teilst so oft wie möglich durch 2, dann durch 3:
Die 3 ist prim. In Potenzschreibweise:
Kontrolle: Rückmultiplizieren: . ✓
Lösung 5: Du berechnest die Potenzen einzeln und multiplizierst:
Die gesuchte Zahl ist 360.
Kontrolle: Probe-Zerlegung: , , , , – das ergibt wieder . ✓
Lösung 6: Wegen und testest du die Primzahlen 2, 3, 5 und 7:
- 2: 97 ist ungerade. Kein Teiler.
- 3: Quersumme – nicht durch 3 teilbar. Kein Teiler.
- 5: 97 endet auf 7, nicht auf 0 oder 5. Kein Teiler.
- 7: Rest . Kein Teiler.
Kein Teiler gefunden: 97 ist eine Primzahl.
Kontrolle: Die Schranke ist eingehalten – ein Teilerpaar aus zwei Zahlen über 9 ist unmöglich, denn schon . ✓
Lösung 7: Eine gleichmässige Verteilung auf mehrere Körbe entspricht einem Teiler von 53, der grösser als 1 und kleiner als 53 ist. Du prüfst, ob 53 prim ist. Wegen testest du 2, 3, 5 und 7:
- 2: 53 ist ungerade.
- 3: Quersumme – nicht durch 3 teilbar.
- 5: Endziffer 3 – nicht durch 5 teilbar.
- 7: Rest – nicht durch 7 teilbar.
53 ist eine Primzahl. Antwort: Nein, die Verteilung ist nicht möglich. Es gibt nur die unerlaubten Varianten «1 Korb mit 53 Äpfeln» und «53 Körbe mit je 1 Apfel».
Lösung 8: Zuerst alle Primzahlen bis 50 auflisten:
Dann suchst du Paare mit Differenz 2:
Das sind alle sechs Primzahlzwillinge zwischen 1 und 50. Die Paare und scheiden aus, denn und sind keine Primzahlen.
Kontrolle: Beispielhaft beim letzten Paar: . ✓
Lösung 9: Du teilst so oft wie möglich durch 2, dann weiter aufsteigend:
Die 5 ist prim. In Potenzschreibweise:
Kontrolle: Rückmultiplizieren: . ✓
Lösung 10: Zuerst zerlegst du beide Zahlen in Primfaktoren:
Für den ggT nimmst du jeden Primfaktor so oft, wie er in beiden Zerlegungen vorkommt: Die 2 kommt in beiden mindestens einmal vor, die 3 in beiden zweimal, die 5 nur bei der 90.
Kontrolle: Rückmultiplizieren und Teilbarkeitsprobe: , und tatsächlich gilt sowie – beide Divisionen gehen ohne Rest auf. Ein grösserer gemeinsamer Teiler ist unmöglich, denn dann müsste ein weiterer gemeinsamer Primfaktor existieren. ✓
Quellen
- Lehrplan 21 — Mathematik — Deutschschweizer Erziehungsdirektoren-Konferenz (D-EDK)
- Lehrplan Volksschule Aargau — Mathematik — Kanton Aargau, Departement Bildung, Kultur und Sport