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Glossar

Dieses Glossar erklärt zentrale Mathematikbegriffe, wie sie auf mathe.city und im Lehrplan 21 der Volksschule verwendet werden. Die Schreibweisen folgen der Schweizer Orthografie (ss statt ß). Begriffe mit einem eigenen Artikel sind verlinkt.

Die Ableitung f(x)f’(x) gibt die lokale Änderungsrate bzw. Steigung der Funktion ff an jeder Stelle an. Sie wird über den Grenzwert der mittleren Steigung definiert. Zum Artikel →

Zwei Figuren sind ähnlich, wenn sie in allen Winkeln übereinstimmen und die entsprechenden Seiten im gleichen Verhältnis (Streckfaktor) stehen.

Zusammenhang zwischen zwei Grössen, deren Produkt konstant bleibt: verdoppelt sich die eine, halbiert sich die andere. Der Graph ist eine Hyperbel. Zum Artikel →

Umformung einer Gleichung, die ihre Lösungsmenge nicht ändert – etwa dieselbe Zahl auf beiden Seiten addieren oder durch eine Zahl ungleich null teilen. Zum Artikel →

Schaubild für mehrstufige Zufallsexperimente: Jede Stufe verzweigt sich, an jedem Ast steht seine Wahrscheinlichkeit; entlang eines Pfads werden Wahrscheinlichkeiten multipliziert. Zum Artikel →

Drei Umformungsregeln: (a+b)2=a2+2ab+b2(a+b)^2 = a^2 + 2ab + b^2, (ab)2=a22ab+b2(a-b)^2 = a^2 - 2ab + b^2 und (a+b)(ab)=a2b2(a+b)(a-b) = a^2 - b^2. Sie erleichtern Ausmultiplizieren und Faktorisieren. Zum Artikel →

Eine Zahl der Form ab\frac{a}{b} mit ganzen Zahlen aa und bb (b0b \neq 0). Stellt einen Anteil eines Ganzen dar.

Schreibweise einer Bruchzahl mit Komma. Die Ziffern nach dem Komma bezeichnen Zehntel, Hundertstel und so weiter.

Ausdruck D=b24acD = b^2 - 4ac der abc-Formel. D>0D > 0: zwei Lösungen; D=0D = 0: eine Lösung; D<0D < 0: keine reelle Lösung. Zum Artikel →

Rechenverfahren zur Lösung proportionaler und antiproportionaler Zuordnungen über einen geeigneten Rechenweg: erst auf eine Einheit (oder einen geeigneten Wert) umrechnen, dann auf den gesuchten Wert hochrechnen. Zum Artikel →

Durchschnittlicher Ergebniswert eines Zufallsexperiments bei sehr vielen Wiederholungen: E(X)=xiP(xi)E(X) = \sum x_i \cdot P(x_i). Er ist zentral beim Bewerten von Spielen und Entscheidungen. Zum Artikel →

Im Lehrplan 21 jene Kompetenzstufen, die über den Grundanspruch hinausgehen und vor allem leistungsstärkere Lernende fordern.

Funktion der Form f(x)=abxf(x) = a \cdot b^x mit fester Basis b>0b > 0. Beschreibt Wachstums- und Zerfallsvorgänge, bei denen sich Werte in gleichen Zeitabständen um denselben Faktor ändern. Zum Artikel →

Höchster (Maximum) oder tiefster (Minimum) Punkt einer Funktion in einer Umgebung. Notwendige Bedingung: f(x0)=0f’(x_0) = 0; hinreichend folgt sie z. B. aus dem Vorzeichenwechsel der Ableitung. Zum Artikel →

Mass dafür, wie gross eine Fläche ist, in Quadrat-Einheiten (z. B. cm2\text{cm}^2). Beim Rechteck A=abA = a \cdot b, beim Dreieck A=12ghA = \frac{1}{2} \cdot g \cdot h. Zum Artikel →

Eine eindeutige Zuordnung, die jedem Eingabewert genau einen Ausgabewert zuweist.

Die grafische Darstellung einer Funktion im Koordinatensystem; jeder Punkt (xf(x))(x \mid f(x)) liegt auf dem Graphen.

Die Zahlen ,3,2,1,0,1,2,3,\ldots, -3, -2, -1, 0, 1, 2, 3, \ldots. Umfasst natürliche Zahlen, ihre Gegenzahlen und die Null.

Der ggT ist der grösste gemeinsame Teiler zweier Zahlen, das kgV das kleinste gemeinsame Vielfache. Beim Kürzen hilft der ggT, beim Gleichnamigmachen von Brüchen das kgV. Zum Artikel →

Dreieck mit zwei gleich langen Seiten (Schenkeln). Die Basiswinkel an der dritten Seite sind gleich gross. Zum Artikel →

Im Lehrplan 21 jene Kompetenzstufe, die alle Schülerinnen und Schüler am Ende eines Zyklus erreichen sollen.

Menge aller Zahlen, die in einer Gleichung oder Ungleichung als mögliche Werte der Variablen zugelassen sind.

Körper mit kreisförmiger Grundfläche und einer Spitze: V=13πr2hV = \frac{1}{3}\pi r^2 h – ein Drittel des Volumens des umgebenden Zylinders. Zum Artikel →

Zwei Figuren sind kongruent (deckungsgleich), wenn sie durch eine Kongruenzabbildung ineinander überführt werden können.

Zwei sich rechtwinklig schneidende Zahlengeraden (x-Achse und y-Achse), mit denen sich Punkte als Paare (xy)(x \mid y) eindeutig beschreiben lassen. Zum Artikel →

Trigonometrische Funktion am rechtwinkligen Dreieck: cos(α)=AnkatheteHypotenuse\cos(\alpha) = \frac{\text{Ankathete}}{\text{Hypotenuse}}. Am Einheitskreis entspricht sie der x-Koordinate. Zum Artikel →

Erweiterung des Satzes von Pythagoras auf beliebige Dreiecke: c2=a2+b22abcos(γ)c^2 = a^2 + b^2 - 2ab\cos(\gamma). Er verbindet drei Seiten mit einem Winkel. Zum Artikel →

Das Verhältnis von Umfang zu Durchmesser eines Kreises: π3,14159\pi \approx 3{,}14159. Es ist eine irrationale Zahl und gilt für jeden Kreis. Zum Artikel →

Körper, dessen Oberfläche aus Punkten besteht, die alle denselben Abstand vom Mittelpunkt haben: V=43πr3V = \frac{4}{3}\pi r^3, Oberfläche O=4πr2O = 4\pi r^2. Zum Artikel →

Zufallsexperiment, bei dem alle Ergebnisse gleich wahrscheinlich sind. Die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses ist P=gu¨nstige Ergebnissealle ErgebnisseP = \frac{\text{günstige Ergebnisse}}{\text{alle Ergebnisse}}. Zum Artikel →

Eine Funktion der Form f(x)=mx+qf(x)=m\cdot x+q. Ihr Graph ist eine Gerade mit Steigung mm und y-Achsenabschnitt qq.

Der Logarithmus beantwortet die Frage «Mit welchem Exponenten ergibt man aus der Basis den Wert?»: logb(y)=x\log_b(y) = x genau dann, wenn bx=yb^x = y. Zum Artikel →

Menge aller Elemente der Grundmenge, welche eine Gleichung oder Ungleichung wahr machen.

Der mittlere Wert einer nach Grösse geordneten Datenreihe. Bei gerader Anzahl ist er das Mittel der beiden mittleren Werte.

Die Gerade, die eine Strecke rechtwinklig in ihrem Mittelpunkt schneidet. Alle ihre Punkte haben von den Streckenenden den gleichen Abstand.

Summe aller Werte geteilt durch ihre Anzahl. Ein zentrales Lagemass in der Statistik.

Eigenschaft einer Funktion, in einem Intervall nur zuzunehmen oder nur abzunehmen. Anhand des Vorzeichens der Ableitung f(x)f’(x) lässt sich die Monotonie ablesen. Zum Artikel →

Ein x-Wert, für den f(x)=0f(x)=0 gilt. Im Graphen der Punkt, an dem die Kurve die x-Achse schneidet oder berührt.

Ein Viereck, in dem je zwei gegenüberliegende Seiten parallel und gleich lang sind.

Regel an Baumdiagrammen: Die Wahrscheinlichkeit eines Pfads ist das Produkt seiner Ast-Wahrscheinlichkeiten. Für die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses werden die passenden Pfad-Wahrscheinlichkeiten addiert. Zum Artikel →

Ein Ausdruck der Form ana^n, bei dem die Basis aa insgesamt nn-mal mit sich selbst multipliziert wird.

Schreibweise für ein wiederholtes Multiplizieren gleicher Faktoren: an=aaaa^n = a \cdot a \cdots a (nn-mal). Bei Zehnerpotenzen wie 103=100010^3 = 1000 zählt der Exponent die Nullen. Zum Artikel →

Rechenregeln für Potenzen, z. B. aman=am+na^m \cdot a^n = a^{m+n} und (am)n=amn(a^m)^n = a^{m \cdot n}. Sie erlauben, Potenzausdrücke zu vereinfachen. Zum Artikel →

Schreibweise einer Zahl als Produkt von Primzahlen, z. B. 60=223560 = 2 \cdot 2 \cdot 3 \cdot 5. Sie ist bis auf die Reihenfolge der Faktoren eindeutig und hilft beim Kürzen, bei ggT und kgV. Zum Artikel →

Zusammenhang zwischen zwei Grössen, bei dem sich beide im gleichen Verhältnis ändern: verdoppelt sich die eine, verdoppelt sich die andere. Der Graph ist eine Ursprungsgerade mit Steigung kk (Proportionalitätsfaktor). Zum Artikel →

Anteil pro hundert. 25%25\% bedeutet 25 von 100 oder der Bruch 25100=14\frac{25}{100}=\frac{1}{4}.

Körper mit vieleckiger Grundfläche und Spitze über dem Grundflächenzentrum: V=13AGrundfla¨chehV = \frac{1}{3} \cdot A_{\text{Grundfläche}} \cdot h. Zum Artikel →

In einem rechtwinkligen Dreieck gilt a2+b2=c2a^2+b^2=c^2, wobei cc die Hypotenuse und aa, bb die Katheten sind.

Jeder Peripheriewinkel in einem Halbkreis ist ein rechter Winkel: Liegt der Eckpunkt eines Winkels auf einem Halbkreis über der Durchmessergrenze, ist der Winkel stets 90°90°. Zum Artikel →

Der höchste oder tiefste Punkt einer Parabel – je nachdem, ob die Parabel nach unten oder nach oben geöffnet ist. Er lässt sich aus der Scheitelform ablesen. Zum Artikel →

Trigonometrische Funktion am rechtwinkligen Dreieck: sin(α)=GegenkatheteHypotenuse\sin(\alpha) = \frac{\text{Gegenkathete}}{\text{Hypotenuse}}. Am Einheitskreis beschreibt sie die y-Koordinate des Punkts auf dem Kreis. Zum Artikel →

Satz am beliebigen Dreieck: asin(α)=bsin(β)=csin(γ)\frac{a}{\sin(\alpha)} = \frac{b}{\sin(\beta)} = \frac{c}{\sin(\gamma)}. Damit lassen sich Seiten und Winkel auch ohne Rechtwinkel berechnen. Zum Artikel →

Mass für die Schrägheit einer Geraden: Änderung von yy pro Änderung von xx. Bei f(x)=mx+qf(x)=m\cdot x+q ist mm die Steigung.

Aussage über die Verhältnisse von Strecken, die durch zwei von einem Punkt ausgehende Strahlen und zwei parallele Geraden entstehen.

Trigonometrische Funktion am rechtwinkligen Dreieck: tan(α)=GegenkatheteAnkathete=sin(α)cos(α)\tan(\alpha) = \frac{\text{Gegenkathete}}{\text{Ankathete}} = \frac{\sin(\alpha)}{\cos(\alpha)}. Zum Artikel →

Eine Zahl aa ist Teiler von bb, wenn bb durch aa ohne Rest teilbar ist; bb heisst dann Vielfaches von aa. Beispiel: 3 ist Teiler von 12, 12 ist Vielfaches von 3. Zum Artikel →

Ein mathematischer Ausdruck aus Zahlen, Variablen und Rechenzeichen, zum Beispiel 3x+53\cdot x+5 oder 2a2b2a^2-b.

Die Länge der Grenzlinie einer Fläche. Beim Rechteck U=2(a+b)U = 2(a + b), beim Kreis U=2πrU = 2\pi r. Zum Artikel →

Mathematische Aussage mit einem Vergleichszeichen (<<, >>, \le, \ge), z. B. 3x+1>103x + 1 > 10. Lösungen sind Wertebereiche statt einzelner Zahlen. Zum Artikel →

Ein Platzhalter für eine Zahl aus einer Grundmenge, meist durch einen Buchstaben wie x, a oder t dargestellt.

Grösse mit Betrag und Richtung, oft als Pfeil oder Zahlentupel (xy)(x \mid y) geschrieben. Vektoren beschreiben Verschiebungen und sind Grundlage der analytischen Geometrie. Zum Artikel →

Schaubild mit überlappenden Mengenkreisen, das Ereignisse und ihre Schnittmengen visualisiert – nützlich zum Anwenden der Additionsregel. Zum Artikel →

Tabelle, die Häufigkeiten oder Wahrscheinlichkeiten zweier Merkmale übersichtlich gegenüberstellt und Zusammenhänge wie bedingte Wahrscheinlichkeiten direkt ablesbar macht. Zum Artikel →

Mass für den Rauminhalt eines Körpers, in Würfel-Einheiten (z. B. cm3\text{cm}^3). Beim Quader V=abcV = a \cdot b \cdot c. Zum Artikel →

Ein Mass zwischen 0 und 1, das angibt, wie sicher ein Ereignis eintritt. 0 heisst unmöglich, 1 heisst sicher.

Die Gerade, die einen Winkel in zwei gleich grosse Teilwinkel teilt. Alle ihre Punkte haben von den Schenkeln den gleichen Abstand.

Im Dreieck beträgt die Summe aller Innenwinkel immer 180°180°, im Viereck 360°360° – egal wie das Vieleck geformt ist. Zum Artikel →

Die Quadratwurzel aus aa (mit a0a \geq 0) ist die nicht-negative Zahl, deren Quadrat aa ergibt: aa=a\sqrt{a}\cdot\sqrt{a}=a.

Der y-Wert, bei dem der Graph einer Funktion die y-Achse schneidet. Bei f(x)=mx+qf(x)=m\cdot x+q ist qq der y-Achsenabschnitt.

Abbildung, bei der jeder Punkt entlang der Gerade durch ein Zentrum ZZ gestreckt wird: Bildstrecke =k= k \cdot Originalstrecke mit Streckfaktor kk. Für k<0k < 0 entsteht zusätzlich eine Punktspiegelung. Zum Artikel →

Winkel mit Scheitel im Mittelpunkt eines Kreises. Er bestimmt die Länge des zugehörigen Bogens und die Fläche des Kreissektors. Zum Artikel →

Ein Vorgang mit mehreren möglichen Ergebnissen, dessen Ausgang nicht vorhersagbar ist – etwa ein Würfelwurf. Alle Ergebnisse zusammen bilden die Ergebnismenge. Zum Artikel →

Körper aus zwei kongruenten Kreisflächen und einer gekrümmten Mantelfläche: V=πr2hV = \pi r^2 h, Mantelfläche M=2πrhM = 2\pi r h. Zum Artikel →