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Natürliche Zahlen und Grundrechenarten

Die natürlichen Zahlen sind die ältesten und intuitivsten Zahlen der Mathematik. Man schreibt die Menge aller natürlichen Zahlen als N={0,1,2,3,}\mathbb{N} = \{0, 1, 2, 3, \ldots\}. Sie sind abzählbar unendlich: es gibt keine grösste natürliche Zahl.

Mit diesen Zahlen führst du die vier Grundrechenarten aus. Aber nicht alle Rechnungen bleiben in N\mathbb{N}: 373 - 7 führt aus den natürlichen Zahlen heraus (das brauchst du später für die ganzen Zahlen), und 7:27 : 2 auch (dafür gibt es die Brüche). Die natürlichen Zahlen sind also nicht alles — aber sie sind der Startpunkt.

Aus der Grundschule (Zyklus 2, Jahrgänge 3/4) solltest du mitbringen:

  • das Zählen und Vergleichen von Zahlen bis 10001000,
  • das kleine Einmaleins,
  • ein Gefühl dafür, was Addieren, Subtrahieren, Multiplizieren und Dividieren bedeuten.

Keine Sorge, wenn einzelne Rechenverfahren noch holprig sind — wir gehen sie hier nochmal sauber durch.

Das Kapitel deckt fünf Gebiete ab:

  1. Zahlen verstehen — was natürliche Zahlen sind, wie du grosse Zahlen liest und schreibst, und wie Stellenwertsysteme (auch andere als unseres) funktionieren.
  2. Kopfrechnen — mündliche Addition, Subtraktion, Multiplikation, Division. Tempo kommt durch Technik, nicht durch Pauken.
  3. Schriftliche Verfahren — die klassischen Algorithmen für Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division auf Papier.
  4. Rechengesetze — Kommutativgesetz, Assoziativgesetz, Distributivgesetz. Die Regeln, die dir später beim Umformen von Termen und Gleichungen das Leben retten.
  5. Weiterführend — Rechenreihenfolge (Punkt vor Strich, Klammern zuerst), Terme, Potenzen, Runden und Diagramme.
  • Summand, Summe — die Zahlen, die du addierst; das Ergebnis einer Addition.
  • Minuend, Subtrahend, Differenz — erste Zahl, zweite Zahl, Ergebnis einer Subtraktion.
  • Faktor, Produkt — die Zahlen einer Multiplikation; das Ergebnis.
  • Dividend, Divisor, Quotient — zu teilende Zahl, Teiler, Ergebnis einer Division.
  • Potenz — eine Kurzschreibweise für wiederholte Multiplikation: 23=222=82^3 = 2 \cdot 2 \cdot 2 = 8.
  • Term — ein sinnvoller mathematischer Ausdruck mit Zahlen und Rechenzeichen.
  1. Reihenfolge missachten. 3+45=233 + 4 \cdot 5 = 23, nicht 3535. Punkt vor Strich, sonst kommt alles durcheinander.
  2. Übertrag vergessen. Beim schriftlichen Addieren und Multiplizieren ist der vergessene Übertrag der Klassiker. Hilfreich: den Übertrag klein über die nächste Spalte notieren und erst dann weiter rechnen.
  3. “Grosse Zahl minus kleine Zahl kommt immer heraus.” In N\mathbb{N} ja, aber sobald Terme wie 373 - 7 auftauchen, brauchst du die ganzen Zahlen.

Dieses Kapitel bildet die breiteste Abdeckung von MA.1 – Zahl und Variable im 2. Zyklus:

  • MA.1.A.1 – Begriffe natürliche Zahl, Ziffer, Stellenwert, Potenz.
  • MA.1.A.2 – Zahlen darstellen, ordnen, vergleichen, runden.
  • MA.1.A.3 – Die vier Grundrechenarten beherrschen (im Kopf und schriftlich).
  • MA.1.A.4 – Term aufstellen, Rechengesetze anwenden.
  • MA.1.B.1 – Rechenwege begründen und vergleichen.

Fast alle Kompetenzen in diesem Kapitel sind Grundanspruch für den 2. Zyklus. Potenzen mit ganzzahligen Exponenten und Stellenwertsysteme mit anderen Basen gehören zur Erweiterung.

Quellen