Zum Inhalt springen

Laplace-Experimente einfach erklärt: So berechnest du Wahrscheinlichkeiten

Stell dir vor, du spielst mit Freunden ein Brettspiel. Jemand behauptet, der Würfel sei „gezinkt” und zeige öfter eine Sechs. Wie könntest du das überprüfen? Oder denk an eine Lotterie: Hast du bei jedem Los wirklich die gleiche Chance zu gewinnen?

Solche Fragen begegnen dir ständig im Alltag. Ob beim Kartenspielen, beim Ziehen von Gummibärchen aus einer Tüte oder beim Münzwurf – überall steckt Wahrscheinlichkeit dahinter. Das Spannende: Für viele dieser Situationen gibt es eine verblüffend einfache Methode, um Wahrscheinlichkeiten exakt zu berechnen. Diese Methode trägt den Namen eines französischen Mathematikers: Pierre-Simon Laplace. In diesem Kapitel lernst du, wie du mit der Laplace-Formel zum Wahrscheinlichkeits-Profi wirst.

Bevor du Wahrscheinlichkeiten berechnest, musst du verstehen, wann die Laplace-Formel überhaupt funktioniert. Nicht jedes Zufallsexperiment ist ein Laplace-Experiment.

Denke an das Würfeln mit einem fairen Würfel. Jede der sechs Seiten hat exakt die gleiche Chance, oben zu landen. Es gibt keinen Grund, warum die Drei wahrscheinlicher sein sollte als die Fünf. Alle sechs Ergebnisse sind gleichwahrscheinlich.

Jetzt stell dir einen Würfel vor, bei dem eine Seite aus schwerem Blei besteht. Dieser Würfel würde nicht mehr fair sein. Die schwere Seite läge häufiger unten, das Gegenergebnis also öfter oben. Die Ergebnisse wären nicht mehr gleichwahrscheinlich. Das wäre kein Laplace-Experiment.

Ein Laplace-Experiment erkennst du an genau einem Merkmal: Alle möglichen Ergebnisse haben die gleiche Wahrscheinlichkeit.

Typische Laplace-Experimente sind:

  • Werfen einer fairen Münze (Kopf und Zahl sind gleichwahrscheinlich)
  • Würfeln mit einem fairen Würfel (jede Augenzahl hat die Chance 16\frac{1}{6})
  • Ziehen einer Kugel aus einer Urne, wenn alle Kugeln gleich gross sind
  • Ziehen einer Karte aus einem gut gemischten Kartenspiel
  • Drehen eines Glücksrads mit gleich grossen Feldern

Keine Laplace-Experimente sind:

  • Würfeln mit einem gezinkten Würfel
  • Wetten auf das Wetter (Regen und Sonne sind nicht gleichwahrscheinlich)
  • Ziehen aus einer Urne, wenn die Kugeln unterschiedlich gross sind

Die Laplace-Formel: Dein Werkzeug für Wahrscheinlichkeiten

Abschnitt betitelt „Die Laplace-Formel: Dein Werkzeug für Wahrscheinlichkeiten“

Jetzt wird es konkret. Die Laplace-Formel gibt dir ein einfaches „Kochrezept”, um Wahrscheinlichkeiten zu berechnen. Du brauchst dafür nur zwei Zahlen.

  1. Prüfe: Handelt es sich um ein Laplace-Experiment? Sind alle Ergebnisse gleichwahrscheinlich?
  2. Zähle alle möglichen Ergebnisse: Wie viele verschiedene Ergebnisse kann das Experiment haben? Diese Zahl nennt man die Anzahl der möglichen Ergebnisse.
  3. Zähle die günstigen Ergebnisse: Wie viele dieser Ergebnisse gehören zu dem Ereignis, dessen Wahrscheinlichkeit du suchst? Diese Zahl nennt man die Anzahl der günstigen Ergebnisse.
  4. Teile: Wahrscheinlichkeit = günstige Ergebnisse geteilt durch mögliche Ergebnisse.
DEFINITION

Bei einem Laplace-Experiment gilt für die Wahrscheinlichkeit PP eines Ereignisses EE:

P(E)=Anzahl der gu¨nstigen ErgebnisseAnzahl der mo¨glichen ErgebnisseP(E) = \frac{\text{Anzahl der günstigen Ergebnisse}}{\text{Anzahl der möglichen Ergebnisse}}

Dabei bedeutet:

  • Günstige Ergebnisse: Alle Ergebnisse, bei denen das Ereignis EE eintritt.
  • Mögliche Ergebnisse: Alle Ergebnisse, die bei dem Experiment überhaupt auftreten können.

Die Wahrscheinlichkeit ist immer eine Zahl zwischen 00 und 11. Oft gibt man sie auch in Prozent an.

Beim Würfeln mit einem fairen Würfel gibt es sechs mögliche Ergebnisse: 1,2,3,4,5,61, 2, 3, 4, 5, 6.

Wenn du nun fragst: „Wie wahrscheinlich ist es, eine gerade Zahl zu würfeln?” – dann ist das dein Ereignis. Die geraden Zahlen sind 2,4,62, 4, 6. Das sind drei Ergebnisse, die zu deinem Ereignis passen. Also hast du drei günstige Ergebnisse.

Die Wahrscheinlichkeit beträgt:

P(gerade Zahl)=36=12=0,5=50%P(\text{gerade Zahl}) = \frac{3}{6} = \frac{1}{2} = 0{,}5 = 50\%

Fehler 1: Laplace-Formel bei ungleichen Chancen anwenden

Viele Schüler verwenden die Laplace-Formel automatisch bei jedem Zufallsexperiment. Das führt zu falschen Ergebnissen. Prüfe immer zuerst, ob wirklich alle Ergebnisse gleichwahrscheinlich sind.

Beispiel: Beim Werfen von zwei Münzen ist „einmal Kopf und einmal Zahl” nicht gleichwahrscheinlich mit „zweimal Kopf”. Hier musst du genau hinschauen.

Fehler 2: Günstige und mögliche Ergebnisse verwechseln

Achte darauf, dass du die Zahlen nicht vertauschst. Die günstigen Ergebnisse stehen immer im Zähler (oben), die möglichen Ergebnisse immer im Nenner (unten). Die günstigen Ergebnisse können nie mehr sein als die möglichen.

Fehler 3: Ergebnisse nicht vollständig zählen

Zähle systematisch. Liste am besten alle möglichen Ergebnisse auf, bevor du die günstigen markierst. Besonders beim Ziehen mehrerer Objekte oder beim Würfeln mit mehreren Würfeln vergisst man leicht Ergebnisse.

Beispiel 1: Der klassische Würfelwurf

Aufgabe: Du wirfst einen fairen Würfel einmal. Wie gross ist die Wahrscheinlichkeit, eine Zahl grösser als 44 zu würfeln?

Lösung:

Schritt 1: Ist das ein Laplace-Experiment? Ja, der Würfel ist fair. Alle sechs Augenzahlen sind gleichwahrscheinlich.

Schritt 2: Mögliche Ergebnisse zählen. Der Würfel kann 1,2,3,4,51, 2, 3, 4, 5 oder 66 zeigen. Das sind 66 mögliche Ergebnisse.

Schritt 3: Günstige Ergebnisse zählen. Welche Zahlen sind grösser als 44? Das sind 55 und 66. Also gibt es 22 günstige Ergebnisse.

Schritt 4: Laplace-Formel anwenden.

P(Zahl>4)=26=130,333=33,3%P(\text{Zahl} > 4) = \frac{2}{6} = \frac{1}{3} \approx 0{,}333 = 33{,}3\%

Antwort: Die Wahrscheinlichkeit beträgt 13\frac{1}{3} oder etwa 33,3%33{,}3\%.

Beispiel 2: Ziehen aus einer Urne

Aufgabe: In einer Urne liegen 55 rote, 33 blaue und 22 grüne Kugeln. Alle Kugeln sind gleich gross und gut gemischt. Du ziehst zufällig eine Kugel. Wie gross ist die Wahrscheinlichkeit, eine blaue Kugel zu ziehen?

Lösung:

Schritt 1: Laplace-Experiment? Ja, alle Kugeln sind gleich gross und gut gemischt. Jede Kugel hat die gleiche Chance, gezogen zu werden.

Schritt 2: Mögliche Ergebnisse zählen. Insgesamt sind 5+3+2=105 + 3 + 2 = 10 Kugeln in der Urne. Jede Kugel ist ein mögliches Ergebnis. Also: 1010 mögliche Ergebnisse.

Schritt 3: Günstige Ergebnisse zählen. Blaue Kugeln gibt es 33 Stück. Also: 33 günstige Ergebnisse.

Schritt 4: Laplace-Formel anwenden.

P(blau)=310=0,3=30%P(\text{blau}) = \frac{3}{10} = 0{,}3 = 30\%

Antwort: Die Wahrscheinlichkeit, eine blaue Kugel zu ziehen, beträgt 30%30\%.

Beispiel 3: Karten ziehen aus einem Skatspiel

Aufgabe: Ein Skatspiel besteht aus 3232 Karten. Es gibt vier Farben (Kreuz, Pik, Herz, Karo) mit je 88 Karten. Du ziehst zufällig eine Karte aus dem gut gemischten Stapel. Wie gross ist die Wahrscheinlichkeit, ein Ass zu ziehen?

Lösung:

Schritt 1: Laplace-Experiment? Ja, das Spiel ist gut gemischt. Jede Karte hat die gleiche Chance, gezogen zu werden.

Schritt 2: Mögliche Ergebnisse: 3232 Karten im Spiel, also 3232 mögliche Ergebnisse.

Schritt 3: Günstige Ergebnisse: In jeder der vier Farben gibt es genau ein Ass. Also gibt es 44 Asse im Spiel. Das sind 44 günstige Ergebnisse.

Schritt 4: Laplace-Formel anwenden.

P(Ass)=432=18=0,125=12,5%P(\text{Ass}) = \frac{4}{32} = \frac{1}{8} = 0{,}125 = 12{,}5\%

Antwort: Die Wahrscheinlichkeit, ein Ass zu ziehen, beträgt 18\frac{1}{8} oder 12,5%12{,}5\%.

Beispiel 4: Das Glücksrad

Aufgabe: Ein Glücksrad hat 1212 gleich grosse Felder. Vier Felder sind rot, drei sind blau, drei sind gelb und zwei sind grün. Du drehst das Rad einmal. Wie gross ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Rad auf einem roten oder grünen Feld stehen bleibt?

Lösung:

Schritt 1: Laplace-Experiment? Ja, alle Felder sind gleich gross. Jedes Feld hat die gleiche Chance.

Schritt 2: Mögliche Ergebnisse: Das Rad hat 1212 Felder, also 1212 mögliche Ergebnisse.

Schritt 3: Günstige Ergebnisse: Rote Felder gibt es 44, grüne Felder gibt es 22. Für das Ereignis „rot oder grün” zählen beide. Also: 4+2=64 + 2 = 6 günstige Ergebnisse.

Schritt 4: Laplace-Formel anwenden.

P(rot oder gru¨n)=612=12=0,5=50%P(\text{rot oder grün}) = \frac{6}{12} = \frac{1}{2} = 0{,}5 = 50\%

Antwort: Die Wahrscheinlichkeit beträgt 50%50\%.

Beispiel 5: Münzwurf mit einer Zusatzbedingung

Aufgabe: Du wirfst eine faire Münze dreimal hintereinander. Wie gross ist die Wahrscheinlichkeit, genau zweimal Kopf zu erhalten?

Lösung:

Schritt 1: Laplace-Experiment? Ja, die Münze ist fair. Bei jedem Wurf sind Kopf und Zahl gleichwahrscheinlich. Dadurch sind auch alle Kombinationen von drei Würfen gleichwahrscheinlich.

Schritt 2: Mögliche Ergebnisse auflisten. Wir notieren K für Kopf und Z für Zahl:

KKK,KKZ,KZK,KZZ,ZKK,ZKZ,ZZK,ZZZKKK, \, KKZ, \, KZK, \, KZZ, \, ZKK, \, ZKZ, \, ZZK, \, ZZZ

Das sind 88 mögliche Ergebnisse. (Alternativ: 222=82 \cdot 2 \cdot 2 = 8)

Schritt 3: Günstige Ergebnisse finden. Welche Kombinationen haben genau zweimal Kopf?

KKZ,KZK,ZKKKKZ, \, KZK, \, ZKK

Das sind 33 günstige Ergebnisse.

Schritt 4: Laplace-Formel anwenden.

P(genau 2-mal Kopf)=38=0,375=37,5%P(\text{genau 2-mal Kopf}) = \frac{3}{8} = 0{,}375 = 37{,}5\%

Antwort: Die Wahrscheinlichkeit, bei drei Münzwürfen genau zweimal Kopf zu erhalten, beträgt 38\frac{3}{8} oder 37,5%37{,}5\%.

Eine Wahrscheinlichkeit von 50%50\% bedeutet nicht, dass das Ereignis bei zwei Versuchen genau einmal eintritt. Es bedeutet, dass das Ereignis langfristig in etwa der Hälfte aller Fälle eintritt.

Wenn du eine Münze zehnmal wirfst, wirst du selten exakt fünfmal Kopf erhalten. Manchmal sind es drei, manchmal sieben. Aber je öfter du wirfst, desto näher kommt der Anteil der Köpfe an 50%50\% heran. Das nennt man das Gesetz der grossen Zahlen.

Wahrscheinlichkeiten als Bruch, Dezimalzahl oder Prozent

Abschnitt betitelt „Wahrscheinlichkeiten als Bruch, Dezimalzahl oder Prozent“

Du kannst Wahrscheinlichkeiten auf drei Arten angeben:

DarstellungBeispiel
Bruch14\frac{1}{4}
Dezimalzahl0,250{,}25
Prozent25%25\%

Alle drei Schreibweisen bedeuten dasselbe. In der Schule werden oft Brüche verlangt. Im Alltag begegnen dir häufiger Prozentangaben.

Zwei Spezialfälle solltest du kennen:

  • Unmögliches Ereignis: Ein Ereignis, das nie eintreten kann, hat die Wahrscheinlichkeit P=0P = 0. Beispiel: Beim Würfeln eine 77 würfeln.
  • Sicheres Ereignis: Ein Ereignis, das immer eintritt, hat die Wahrscheinlichkeit P=1=100%P = 1 = 100\%. Beispiel: Beim Würfeln eine Zahl zwischen 11 und 66 würfeln.

Die Gegenwahrscheinlichkeit: Ein nützlicher Trick

Abschnitt betitelt „Die Gegenwahrscheinlichkeit: Ein nützlicher Trick“

Manchmal ist es einfacher, die Wahrscheinlichkeit des Gegenteils zu berechnen. Die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses und die Wahrscheinlichkeit seines Gegenteils ergeben zusammen immer 11.

P(Gegenereignis)=1P(Ereignis)P(\text{Gegenereignis}) = 1 - P(\text{Ereignis})

Beispiel 6: Gegenwahrscheinlichkeit nutzen

Aufgabe: Du wirfst einen fairen Würfel. Wie gross ist die Wahrscheinlichkeit, keine Sechs zu würfeln?

Lösung:

Du könntest alle günstigen Ergebnisse zählen (1,2,3,4,51, 2, 3, 4, 5 – das sind 55 Stück) und dann rechnen: 56\frac{5}{6}.

Schneller geht es so:

P(keine Sechs)=1P(Sechs)=116=5683,3%P(\text{keine Sechs}) = 1 - P(\text{Sechs}) = 1 - \frac{1}{6} = \frac{5}{6} \approx 83{,}3\%

Antwort: Die Wahrscheinlichkeit, keine Sechs zu würfeln, beträgt 56\frac{5}{6} oder etwa 83,3%83{,}3\%.

  • Ein Laplace-Experiment liegt vor, wenn alle möglichen Ergebnisse gleichwahrscheinlich sind.
  • Die Laplace-Formel lautet: P(E)=gu¨nstige Ergebnissemo¨gliche ErgebnisseP(E) = \frac{\text{günstige Ergebnisse}}{\text{mögliche Ergebnisse}}
  • Wahrscheinlichkeiten liegen immer zwischen 00 (unmöglich) und 11 (sicher).
  • Bei der Gegenwahrscheinlichkeit gilt: P(Gegenereignis)=1P(Ereignis)P(\text{Gegenereignis}) = 1 - P(\text{Ereignis})
  • Zähle systematisch alle Ergebnisse auf, um Fehler zu vermeiden.
❓ Frage: Ein Glücksrad hat 8 gleich grosse Felder. Zwei davon sind mit „Gewinn” beschriftet. Wie gross ist die Wahrscheinlichkeit, bei einer Drehung zu gewinnen? Gib das Ergebnis als gekürzten Bruch an.
Lösung anzeigen

Die Wahrscheinlichkeit beträgt 28=14\frac{2}{8} = \frac{1}{4}.

Es gibt 88 mögliche Ergebnisse (8 Felder) und 22 günstige Ergebnisse (2 Gewinnfelder). Nach der Laplace-Formel: P=28=14P = \frac{2}{8} = \frac{1}{4}.

❓ Frage: In einer Schachtel sind 6 rote und 4 weisse Kugeln. Du ziehst zufällig eine Kugel. Ist das ein Laplace-Experiment? Begründe deine Antwort und berechne die Wahrscheinlichkeit, eine rote Kugel zu ziehen.
Lösung anzeigen

Ja, es ist ein Laplace-Experiment, weil alle Kugeln die gleiche Chance haben, gezogen zu werden (vorausgesetzt, sie sind gleich gross und gut gemischt).

Mögliche Ergebnisse: 6+4=106 + 4 = 10

Günstige Ergebnisse (rote Kugeln): 66

P(rot)=610=35=60%P(\text{rot}) = \frac{6}{10} = \frac{3}{5} = 60\%

❓ Frage: Du wirfst einen fairen Würfel zweimal. Wie viele mögliche Ergebnisse gibt es insgesamt? (Tipp: Liste systematisch auf oder überlege, wie viele Kombinationen es gibt.)
Lösung anzeigen

Es gibt 3636 mögliche Ergebnisse.

Beim ersten Wurf gibt es 66 Möglichkeiten. Beim zweiten Wurf gibt es ebenfalls 66 Möglichkeiten. Für jede Möglichkeit des ersten Wurfs gibt es alle 66 Möglichkeiten des zweiten Wurfs.

66=366 \cdot 6 = 36

Die Ergebnisse lassen sich als Paare (a,b)(a, b) darstellen, wobei aa das Ergebnis des ersten und bb das Ergebnis des zweiten Wurfs ist: (1,1),(1,2),,(6,6)(1,1), (1,2), \ldots, (6,6).

Du beherrschst jetzt die Grundlagen der Wahrscheinlichkeitsrechnung mit Laplace-Experimenten. Im nächsten Schritt lernst du, wie du Wahrscheinlichkeiten bei mehrstufigen Zufallsexperimenten berechnest. Dabei helfen dir Baumdiagramme, um auch komplexere Situationen übersichtlich darzustellen.

Ausserdem wirst du die Pfadregeln kennenlernen. Mit ihnen kannst du Wahrscheinlichkeiten berechnen, ohne alle Ergebnisse einzeln aufzulisten. Das wird besonders nützlich, wenn die Anzahl der möglichen Ergebnisse sehr gross wird – zum Beispiel beim zehnmaligen Münzwurf mit über tausend Möglichkeiten.